Goch: Das Handwerk kann das

Goch : Das Handwerk kann das

In der Zukunftswerkstatt Kleve der Rheinischen Post und der Volksbank Kleverland stand das Konjunkturpaket II im Mittelpunkt der Debatte. Das Handwerk kann die Aufträge stemmen, sagt Geschäftsführer Achim Zirwes.

kleve Da kommt Einiges zu auf das Handwerk im Kreis Kleve: Allein für die neue Hochschule in Kleve wird die Kreisbaugesellschaft als Bauherr Aufträge von über 150 Millionen Euro vergeben. Die Stadt Kleve wird ihr Rathaus sanieren und die Unterstadt bauen, sie wird weiter die Schulen sanieren. Doch damit nicht genug: Die Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket II werden ebenfalls fließen. Frank Ruffing, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Kleverland fragte deshalb in der Zukunftswerkstatt von RP und Volksbank mit Vertretern der Stadt und des Handwerks: "Wer profitiert und was kommt in der Wirtschaft an?". Und setzte sogleich nach: Erst zwei Prozent der Mittel wurden landesweit abgerufen — ob das in Kleve auch so sei . . .

Die Kraft der Stadt

Das konnte Kleves Kämmerer Willibrord Haas nicht auf der Stadt sitzen lassen: Schneller als in Kleve habe man die Mittel aus dem Konjunkturpaket kaum beantragen können — zumal die Richtlinien von Bund und Land lange auf sich warten ließen. In Kleve habe man die versprochene Summe sogar leicht überschritten. "Das hängt natürlich von der Wirtschaftskraft der Kommune ab", sagt Haas — mit Stolz auf die investiven Möglichkeiten der Stadt verweisend. "Schon vor dem Konjunkturpaket II konnten wir 23 Millionen Euro investieren. Und auch 2010 wird trotz Steuerausfällen der Investitionshaushalt unangetastet bleiben, werden wir weiter die Schulen sanieren", so Willibrord Haas. Die Maßnahmen im Rahmen des Konjunkturpaketes II an Christus-König- und Realschule, Steingymnasium und Hauptschule Rindern werden jetzt zügig ausgeschrieben, ebenso die Sanierung der Stadthallenfassade. Bürgermeister Theo Brauer: "Das sind sinnvolle Maßnahmen fürs Handwerk — wir geben fast 30 Millionen Euro in die Wirtschaft".

Stolz geschwellte Brust

Und das Handwerk? "Was für uns wichtig ist: Das Geld sollte vor Ort bleiben und nicht an Betriebe außerhalb gehen. Die, die die Steuern bezahlen, sollen von dem Konjunkturprogramm auch profitieren", sagt Achim Zirwes. Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft verweist auf die für das Konjunkturpaket gelockerten Vergaberichtlinien. Vor der Gesamtsumme habe das Handwerk keine Angst: "Wir werden das mit stolz geschwellter Brust stemmen".

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Peter Janßen, Geschäftsführer des Malerbetriebes Janßen, unterstrich die Leistungsfähigkeit hiesiger Betriebe: "Wir aquirieren bis weit ins Ruhrgebiet Aufträge". Die Leistungsfähigkeit und Flexibilität sei so groß, dass sie die Spitzen bewältigen könnten, ohne hinterher in ein großes Loch zu fallen. Das bestätigte auch Eric Jansen, Träger des Klever Unternehmerpreises und Geschäftsführer von Jansen Bedachungen. Er räumte ein, dass momentan Betriebe Aufträge auch unter Kostendeckung annehmen würden, und Lose nach Ostdeutschland gingen. Dafür hole er aber auch große Aufträge im Osten: "Irgendwie gleicht sich das aus".

(RP)
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