Kirchen in Goch „Schöpfungszeit“ würdigt den Wald

GOCH · Das Kreisdekanat der Katholiken und der evangelische Kirchenkreis haben einmal mehr eine gemeinsame Veranstaltungsreihe vorbereitet. Auftakt ist am kommenden Freitag, 2. September, an der Nierswelle in Goch.

Die Initiatoren der Schöpfungszeit freuen sich auf den Eröffnungsgottesdienst, bei dem junge Bäume eine Rolle spielen.

Die Initiatoren der Schöpfungszeit freuen sich auf den Eröffnungsgottesdienst, bei dem junge Bäume eine Rolle spielen.

Foto: Anja Settnik

Eine geläufige Redensart haben die Organisatoren der Veranstaltungsreihe „Schöpfungszeit“ als Namen bestimmt: „Im Wald – da ist noch Luft nach oben“ heißt sie und spricht für sich selbst. Es ist einiges zu tun in Sachen Umwelt- und Naturschutz! Um die Gefährdung von Natur und Lebensraum geht es, auch um die Hoffnung, dass ein höheres Wesen den Menschen dabei hilft, diese Welt zu bewahren. Dem Wald kommt dabei eine wichtige Rolle zu, denn er sorgt für Sauerstoff und ist Heimat vieler Tiere. Kreisdekanats-Konferenz und Kirchenkreis Kleve laden vom 2. September bis zum 2. Oktober zu Gottesdiensten, Workshops und Klimadiskussionen ein. Der Eröffnungsgottesdienst findet am Freitag, 2. September, um 19 Uhr an der Gocher Nierswelle statt (bei Regen in der evangelischen Kirche am Markt), viele weitere Termine beziehen diverse andere Orte ein.

Rainer Weidemann von der Arnold-Janssen-Gemeinde Goch berichtet, dass er beim Spaziergang durch den Wald „Lebensatem“ schöpft, den wir alle brauchen. Stecklinge von Rotbuche, Eiche, Linde und Kastanie, wie sie die Kirchenvertreter mit zum Pressetermin gebracht hatten, repräsentierten die zarten Gewächse, die soviel Kraft entwickeln, Halt vermitteln, für Luft sorgen, wenn man sie lässt. Bei einer „Franziskus Radtour“ am Sonntag, 18. September, von 14 bis 17 Uhr ab Maria-Magdalena-Kirche will Weidemann die Mitradelnden für die Bedeutung des Waldes sensibilisieren.

Unterstützt werden die Organisatoren vom umweltbewussten Nachwuchs: Mitglieder von „Fridays for Future“ sind beim Auftaktgottesdienst an der Nieswelle dabei und organisieren am Freitag, 23. September, in Kleve einen Klimastreik. Markus van Berlo, früher in Goch aktiv und jetzt Schulseelsorger in Kleve, weist gerne darauf hin, dass das Engagement vieler junger Leute „im Gegensatz zur verbreiteten Resignation“ stehe. Es sei eben nicht richtig, dass man „doch nichts machen“ könne: Wenn viele mitgestalten, könne durchaus etwas Großes daraus werden. Weil eben oft „Luft nach oben“ sei. Schon seit 2019 kooperieren die Akteure der Schöpfungszeit mit Fridays for Future, und wer wie religiös sei – das spiele dabei keine Rolle.

Zum Programm gehören ein Gottesdienst der Kfd an der Burg Kervenheim am Mittwoch, 7. September, 18 Uhr, zum Waldbaden mit Picknick wird am Samstag, 10. September, von 10.30 bis 17 Uhr nach Nütterden eingeladen. Eine ökumenische Schöpfungsvesper in Winnekendonk am Dienstag, 13. September, um 19 Uhr ist der nächste Termin, weiter geht es mit der Radtour am 18. September und mit einem Besuch des Biohofs Büsch in Weeze-Niederhelsum (Samstag, 24. September, 11 Uhr ab Geldern mit Rad oder Auto). Die evangelische Kirche lädt zudem ein zu einem Workshop, bei dem es um  fair produzierte und gehandelte Lebensmittel gehen soll (Mittwoch, 28. September, 19 Uhr).

Über eine Teilnahme am globalen Klimastreik würde sich die Klever Gruppe von Fridays For Future freuen, die am Freitag, 23. September,  ab 17 Uhr am Ludwig-Jahn-Platz auf Mitstreiter wartet.Für Samstag, 1. Oktober, ist im Naturpark Kellen eine Tiersegnung geplant. Das Wochenende 1. und 2. Oktober ist in vielen Gemeinden für den Erntedank reserviert; viele Gottesdienste und einige Umzüge finden statt.

Wer wie die Organisatoren unsere Gewohnheiten und Bequemlichkeiten hinterfragt, über Energieknappheit und Dürren im Sommer nachdenkt, dürfte den einen oder anderen interessanten Termin für sich finden. 

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