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Chorkonzert in Arnold-Janssen-Kirche. Fortsetzung am 1. Weihnachtstag

Goch : Messe von Haydn am 1. Weihnachtstag in Goch

Das große Chorkonzert mit Solisten und Orchester begeisterte in der vollbesetzten Arnold-Janssen-Kirche.

(RP) In der vollbesetzten Arnold-Janssen-Kirche fand das große Chorkonzert zu Ehren Josef Haydns statt. Zu Beginn begrüßte Pater Peters die  Hörergemeinde. „Das wird bestimmt schön!“, zitierte er die Erwartungen. „Wir freuen uns auf ein Konzert zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Menschen“, führte er aus, um sich dann bei dem Chor, den Solisten, dem Orchester und Kantor Wolfgang Nowak schon einmal vorab für das Konzert zu bedanken. Gleich zu Beginn erstrahlte der fulminante Chorsatz „O Jesu, te invocamus“. Für einen Laienchor ist dieser über weite Strecken polyphon angelegte Chorsatz eine große Herausforderung. In guter Abstimmung mit dem Solistenquartett war der Chor dieser Aufgabe  gewachsen.   Auch die Intonation war Dank des professionell aufspielenden Kourion-Orchesters aus Münster immer überzeugend.

Nach dem gelungenen Auftakt folgten zwei Sopranarien mit Orchesterbegleitung. Hier zeigte sich, dass Gabriele Natrop Kepser und Mirjam Hardenberg nach wie vor zu den besten Sopranistinnen im Kreis Kleve zählen  Mit der anspruchsvollen Arie „Ein Magd, ein‘ Dienerin“ und dem eher volkstümlichen Lied „Hör Nachbar“ zeigte Natrop-Kepser, dass sie ihre Stimme immer passend und überzeugend in Szene setzen kann. Gleiches galt für Mirjam Hardenberg, die in der opernhaften Arie „O coelitum beati“ spielend leicht das hohe C erreichte. Fast wie eine heitere Humoreske im Vortrag erklang das Lied „Ei, wer hätt ihm das Ding gedenkt“. Das war sehr beeindruckend!

Mit der Missa brevis in F-Dur folgte eine kurze und kurzweilige Messe für Chor, Sopransoli und Orchester. Die Messe lebt von dem lebendigen Kontrast zwischen Chor- und Soloabschnitten. Dank des sehr gut aufspielenden Orchesters und der brillant singenden Solosopranistinnen hatte der Chor keine Mühe, sich klangvoll und temposicher durch die Messe zu bewegen. Nach der Messe setzte der Oboist Klaus Storm mit dem bekannten Konzert in A-Dur für Oboe und Orchester von J.S. Bach (BWV 1055) einen eigenen Akzent. Ohne Dirigenten und in barocker Manier überzeugte Storm mit viel Virtuosität . Das Orchester begleitete sehr einfühlsam.

Zum krönenden Abschluss erklang der fulminante Chor „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ aus der Schöpfung von Haydn. Hier spürte man, dass der Chor in seinem Element war und das Konzert bereits einen guten Verlauf genommen hatte. Als Solisten kamen Gabriele Natrop-Kepser (Sopran) und deren Söhne Vincent (Tenor) und Johannes (Bass) zum Einsatz. Die beiden Nachwuchssänger meisterten ihre Aufgabe souverän.

Als Zugabe erklang nun noch die Hymne für Chor und Orchester „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Mendelssohn-Bartholdy. Am Schluss war langanhaltender Applaus der verdiente Lohn für Chor und Musiker.

Ein Teil des Konzertprogrammes, vor allem die schöne Missa brevis in F-Dur, wird noch einmal am 1. Weihnachtstag im Festgottesdienst um 11 Uhr in der Arnold-Janssen-Kirche erklingen. Mit von der Partie sind neben einem Streicherensemble und dem Chor wieder die Sopranistinnen Mirjam Hardenberg und Gabriele Natrop-Kepser.