Uedem: Bundesverdienstkreuz für Elvira Kammann

Uedem: Bundesverdienstkreuz für Elvira Kammann

In der Lobrede hieß es, sie sei eine "engagierte Christin mit Leib und Seele", die sich seit 30 Jahren in ihrer katholischen Pfarrgemeinde in Uedem aktiv einsetzt. Als Leiterin für Kommunion- und Messdienergruppen, als Organisatorin von Besuchen bei Gemeindemitgliedern, die an das Krankenblatt gefesselt sind und als treibende Kraft bei der Unterstützung von benachteiligten Familien, für die sie "stets ein offenes Ohr hat".

Elvira Kammann erhielt gestern gemeinsam mit 15 weiteren Bürgen aus Nordrhein-Westfalen das Bundesverdienstkreuz am Bande. Überreicht wurde der Orden, der vor genau 60 Jahren vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet worden ist, von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in der Düsseldorfer Staatskanzlei. "Durch den Orden wird nach außen sichtbar, wie wichtig Ihr Einsatz für das Gemeinwohl ist", so Kraft.

Im Jahr 2005 gründete die ausgezeichnete Uedemerin mit anderen zusammen die Theatergruppe "Rückenwind". Eine Laienspielgruppe, die ihre Eintrittsgelder an Bedürftige spendet. Darüber hinaus half Kammann in der Gemeinde das "Café Konkret" zu eröffnen, eine "Tafel", bei der neben Lebensmitteln auch Hilfe in allen Lebenslagen angeboten wird. Immer unterwegs, immer aktiv: Elvira Kammann sei so schwer beschäftigt, hieß es in der Laudatio, dass ein Termin bei ihr schwieriger zu bekommen sei "als eine Audienz beim Papst" — und das wird sich nach der Verleihung wohl auch nicht ändern.

(RP/jul)
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