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Goch: Bürgerstiftung - Wind für den guten Zweck

Goch : Bürgerstiftung - Wind für den guten Zweck

Der Wind soll in Weeze soziale Projekte unterstützen. Erträge und Pacht fließen in eine Stiftung. Die soll jetzt gegründet werden.

Die Windräder in Weeze stehen, jetzt soll der Ertrag auch in Projekte der Gemeinde fließen. Wie berichtet, hat der Rat beschlossen, dass Einnahmen aus zwei Anlagen im Baaler Bruch in die Stiftung "Jetzt Weeze" fließen sollen. Im Jahr 2018 sollen auch die ersten Zahlungen an die Stiftung erfolgen, daher wird es jetzt Zeit, die Gründung umzusetzen.

Im Grundsatz sind sich die hiesige Politik und die Verwaltung einig, dass es dabei um ein sinnvolles Projekt geht. "Das ist eine tolle Sache, überhaupt ist der ganze Prozess der neuen Windräder in Weeze absolut transparent für die Bürger abgelaufen", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Guido Gleißner in der letzten Ratssitzung des vergangenen Jahres. Man habe die Anlagen auf zwei große Flächen konzentriert (Baaler Bruch und Kalbeck) und zwei heimische Partner dafür gefunden. Nämlich die Häuser Kalbeck und Wissen, die als Bürgerwind Weeze Planungsgesellschaft Bauherr der Anlage sind.

Durch diese Planungen habe man verhindert, dass es zu einer "Verspargelung" durch Windräder in Weeze kommt. Zugleich sei gesichert, dass ein Mehrwert auch in der Gemeinde bleibe. Bei einem Projekt von solcher Bedeutung sei es wichtig, in Ruhe zu beraten. Fest steht, dass die Stiftung mit einem Vermögen von 100.000 Euro ausgestattet wird. Aus den Erträgen dieses Vermögens werden die laufenden Kosten bestritten.

Die Häuser Wissen und Kalbeck haben sich außerdem dazu verpflichtet, zwanzig Jahre lang die Pachterlöse in die Stiftung "Jetzt Weeze" abzuführen. Der feste Pachtbetrag liegt bei 70.000 Euro pro Jahr. Zudem sind auch noch die Erträge von zwei Windrädern aus dem Baaler Bruch für die Stiftung bestimmt.

Diese beiden Anlagen sind gewissermaßen Bürgerwindräder, von denen aber nicht einzelne Investoren, sondern die Gemeinde insgesamt und damit dann auch die Bürger profitieren. Gerechnet wird damit, dass durch die beiden Anlagen rund 70.000 bis 100.000 Euro im Jahr in die Stiftung fließen. Mit der Stiftung sollen soziale Projekte, Vereine und Institutionen in der Gemeinde unterstützt werden. Auch soll mit dem Geld schnell direkte Hilfe geleistet werden, wenn Menschen in Not geraten sind, weil beispielsweise ihr Haus abgebrannt ist.

Über die Vergabe der Mittel entscheidet der Stiftungsrat, der noch gebildet werden muss. Er soll aus fünf bis sieben Mitgliedern bestehen: ein Vertreter der Häuser, der Bürgermeister sowie weitere Mitglieder, von denen zwei vermutlich aus den Reihen der Politiker kommen sollen.

(zel)