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Uedem.: Büdchenzauber mit Deko und Dudelsack

Uedem. : Büdchenzauber mit Deko und Dudelsack

Nicht-kommerzieller Weihnachtsmarkt des Uedemer Werberings hat inzwischen viele Stammgäste auch aus der weiteren Umgebung. Die Vorsitzende Heidi Binn war sehr zufrieden mit der großen Besucherzahl.

Der Wettergott meinte es gar nicht gut mit den Organisatoren und Besuchern des Uedemer Büdchenzaubers. Jedoch ist der vorweihnachtliche Markt am Seemannbrunnen inzwischen schon so beliebt, dass keiner der zahlreichen Stammgäste sich von dem zur Eröffnung einsetzenden nasskalten Nieselregen abhalten ließ, die Stände zu besuchen, die im Kreis auf dem Marktplatz versammelt waren. Auch "Drums & Pipes", das Dudelsackorchester aus Goch spielte wie geplant auf. Nur wenn der Regen zu stark wurde, machten sie eine Pause im Zelt der Jugendfeuerwehr, um die Instrumente zu schützen.

"Bewährtes Konzept des Büdchenzaubers des Uedemer Werberrings ist, dass das alle Stände nicht-kommerziell sind", betont die Vorsitzende des Werberings Heidi Binn und zeigte sich zufrieden mit der großen Besucherzahl. Beschicker sind Vereine, soziale Einrichtungen, Privatleute. So bot das Familienzentrum Kunterbunt viel Selbstgemachtes an. Marmelade, Plätzchen, Christbaumschmuck und andere Deko-Ideen für zu Hause. "Das haben wir im Laufe des Jahres gesammelt", erzählt Erzieherin Gerdi Dalkowski. Eine Alternative zur klassischen Verlosung sei ihr quasi im Traum eingefallen und das habe sie sofort umgesetzt: Ein "Fühlsack" vor dem Stand sollte Besucher einladen für einen kleinen Geldbetrag blind im Sack ein kleines Geschenk zu erfühlen.

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Die Jugendabteilung der Feuerwehr verkaufte Weihnachtsbäume und hatte auch sofort viele Interessenten. "Den Erlös spenden wir in diesem Jahr an die Organisation Needy Kids", berichtete Klaus Hellfeld. Diese Hilfsorganisation unterstützt Kinder aus ärmlichen Verhältnissen in Masaka/Uganda. Ein Teil des Erlöses gehe ebenso an "Engel gibt es überall", eine Hilfsaktion für in Not geratene Familien, so Klaus Hellfeld.

Für eine gemütliche Atmosphäre sorgten trotz des schlechten Wetters Feuerkörbe und der Duft frisch gebackenen Brotes. Bäckermeister Reiner Scholten buk Apfelküchlein und kleine mundgerechte Flammkuchen im fahrbaren Holzofen mit direkter Befeuerung.

Holunderbeerensenf, Rote-Beete-Pesto, Heulikör - dies sind nur einige Beispiele aus dem Spezialitätensortiment des "Kräuterpotts". "Wir sind drei Frauen, die nach der Ausbildung zur Kräuterpädagogin die Idee hatten, Wildkräuterexkursionen anzubieten und darüber zu informieren, was man alles aus Kräutern herstellen kann", berichtet Angela Dohrenbusch-Trippe. Die selbst gemachten Köstlichkeiten, wie Löwenzahnsirup, Quittenessig oder Herzwärmer-Likör hat das Wildkräuter-Team eigens für den Uedemer Büdchenzauber hergestellt, an dem sie bereits einige Jahre regelmäßig teilnehmen. Eine Neuheit sind Brotmischungen im Blumentopf aus Ton. Wie Helga Westerhuis erklärt, kann man die vorbereitete Mischung, die beispielsweise mit Brennesselsamen angereichert ist, im Blumentopf backen. "Dann sind die Scheiben rund", schmunzelt die Kräuter-Expertin. Die Gäste des Weihnachtsmarktes konnten am Kräuterstand auch die klassischen Waffeln genießen.

Regelmäßig kommt der "Engel Engelbert" nach Uedem. Hinter diesem Namen verbirgt sich die Uedemerin Ruth Tepe, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendhospizes Regenbogenland. An einem großen Glücksrad durften große und kleine Besucher kostenlos drehen und erhielten ein kleines Geschenk. "Wir möchten den Uedemern eine Freude machen, stellen uns als Hospiz vor und sammeln Spenden für unsere Arbeit", sagt die ausgebildete Trauerbegleiterin.

"Lassen sie ihre Stadt leuchten" - mit dieser Überschrift lockte der Stand von Marina Drofenik. Wie schon seit einigen Jahren kann man bei ihr Schwibbögen aus Holz kaufen. "Schwibbögen kommen aus dem Mittelalter als es noch kein elektrisches Licht gab", erzählt Marina Drofenik, "sie wurden ins Fenster gestellt, damit die Bergleute nach Hause fanden." Neues Motiv in diesem Jahr war die Uedemer Mühle. Zur Auswahl gab es neben anderen weihnachtlichen Motiven noch die Bundesliga-Stadien und den Kölner Dom.

(RP)