Goch: Bücherei zieht ins Röchling-Autohaus

Goch: Bücherei zieht ins Röchling-Autohaus

Die Tage der Stadtbücherei im Tertiarinnenkloster sind aus Platzgründen gezählt. Aber vor dem bereits beschlossenen Umzug in die ehemalige Liebfrauenkirche gibt es eine Zwischenlösung.

Wie Torsten Matenaers, Sprecher der Stadt Goch,am Mittwoch auf Anfrage der Redaktion berichtete, "laufen die Vorbereitungen für einen Umzug an die Pfalzdorfer Straße. Geplant ist, übergangsweise in die Räume des ehemaligen Autohauses Röchling zu ziehen", so Matenaers.

Die Stadt hat das Grundstück gekauft. "Es wurde vor dem Hintergrund der angekündigten städtebaulichen Überplanung in diesem Bereich erworben", so Matenaers mit Blick auf die großen Pläne fürs Kasernen-Gelände. "Bis die endgültige Bleibe der Bücherei in der Liebfrauenkirche realisiert werden kann, wird die Bücherei an der Pfalzdorfer Straße bleiben. Mit Beginn der Umzugsvorbereitungen ist der Ausleihbetrieb am derzeitigen Standort im Tertianerinnenkloster nur eingeschränkt möglich. Dafür bittet die Stadt Goch um Verständnis."

Angesichts des großen Bestandes ist das ehemalige Klostergebäude an der Maria-Magdalena-Kirche schon lange zu klein. "Auch das Veranstaltungsangebot in der Bücherei hat sich immer weiter entwickelt und benötigt mehr Platz", so Matenaers. Den biete das Autohaus — ebenerdig.

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Aber es kommen noch andere Gründe hinzu. Am Tertiarinnenkloster gibt es erheblichen Reparaturbedarf. Eine ordentliche sechsstellige Summe wäre dafür zu veranschlagen. Der Termin für den Umzug an die Pfalzdorfer Straße steht noch nicht genau fest — der für den Einzug ins Liebfrauen-Gebäude noch viel weniger.

Nach Redaktions-Informationen sind dort teure Um- und Ausbauten nötig: Bücher, zumal in dieser Menge, wiegen Tonnen. Einfach eine Zwischendecke einziehen? Das gibt die Statik nicht her. Also müssen neue Fundamente und zusätzliche Wände eingebaut werden.

Wer wird das bezahlen . . .

(RP)
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