Goch: Brauchtum erneut finanziell gefördert

Goch : Brauchtum erneut finanziell gefördert

Seit 20 Jahren unterstützt die Stiftung der Volksbank die Heimatpflege und die Heimatforschung. Diesmal 21 700 Euro an 29 Vereine und Gruppen ausgeschüttet. Projekte reichen von Erhaltung einer Mühle bis zur Mundartbroschüre.

20 Jahre Stiftung der Volksbank - das war für Johannes Snelting im Bürgerhaus Wemb Anlass für einen Rückblick. 387 Projekte seien mit etwa 350 000 Euro bisher gefördert worden, berichtete der Vorsitzende des Stiftungsbeirats. 29 Vereine und Gruppen wurden in diesem Jahr bei ihrem Bemühen um Heimatpflege und Heimatforschung unterstützt. Insgesamt 21 700 Euro betrug die Fördersumme. Damit wurden die maximal jährlich zur Verfügung stehenden 24 000 Euro nicht ausgeschöpft. "Stellen Sie Anträge, lassen Sie nicht nach", forderte Snelting die Vertreter nicht nur der im Bürgerhaus versammelten bedachten Institutionen auf.

Den größten Zuschuss mit 2500 Euro erhielt in diesem Jahr der Förderverein Steprather Mühle für die Erhaltung der Mühlenfunktion und die Erneuerung des Flügelkreuzes. Jeweils 1500 Euro bekamen der Arbeitskreis Weezer Heimatgeschichte für das Jahrbuch 2014, der Historische Verein für Geldern und Umgegend für Farbfotos im Geldrischen Heimatkalender und das RAF-Museum Laarbruch für die Restaurierung des Segelflugzeugs "Slingsby Swallow 539". Die St.-Hubertus-Gilde Keylaer bekam 1000 Euro für die Renovierung der Kapelle, die St.-Katharina-Bruderschaft Issum 1000 Euro für die Restaurierung der Katharinenfigur, der Heimat- und Verkehrsverein Aldekerk 1000 Euro für einen Bürgermeister-Alsters-Brunnen und der Gelderner Verein Mespilus 1000 Euro für die Digitalisierung der Glasnegative aus dem Nachlass Dierkes. Jeweils 900 Euro gingen an den Heimat- und Verschönerungsverein Goch-Asperden (Restaurierung Antonius-Skulptur) und an den Heimatverein Goch (Druck des Buches "Mit Gott für König und Vaterland").

Mit jeweils 750 Euro bedacht wurden der MGV Weeze (Restaurierung Vereinsfahne), die KAB St. Josef Sevelen (Restaurierung Vereinsfahne) und die St.-Nicolai-Bruderschaft Issum (Restaurierung historische Bruderschaftsfahne). Jeweils 600 Euro entfielen auf den Heimat- und Verkehrsverein Uedem (Ausstellung zu den Bahnhöfen in den Altkreisen Geldern und Kleve), das Modellbauteam Rhein-Maas (Bau des Modells der ehemaligen Geldernschen Kreisbahn) und der Pfälzerbund am Niederrhein (Buch zur Gründung von Pfalzdorf). Jeweils 500 Euro erhielten der Heimatverein "Ons Derp" Winnekendonk (Restaurierung Friedhofsdenkmal), die Peter-Heinrich-Thielen-Gesellschaft (Buch über Thielen), die Geselligen Vereine Wetten (Restaurierung altes Fenster für die Leichenhalle) und der Heimatverein Nierswalde (Grabsteine sichern).

Je 400 Euro wert waren dem Beirat die Aufarbeitung der Kirchenfahne durch die St.-Sebastianus-Bruderschaft Oermten-Großholthuysen, die Jubiläumschronik "50 Jahre Gesellige Vereine Veert" des Heimat- und Verschönerungsvereins Veert, die Überarbeitung und Reinigung der Traditionsfahne durch die St.-Antonius-Bruderschaft Rahm und die Teilrestaurierung der Traditionsfahne durch die St.-Antonius-Gilde Viller. Für die Restaurierung zweier Gedenktafeln bekommt der TSV Weeze 350 Euro, für die Restaurierung von Schwenkfahnen die St.-Antonius-Bruderschaft Sevelen 300 Euro. Je 200 Euro gingen an Hans Maesmanns (Fotobücher über die Michael-Kirche-Wachtendonk), den Förderverein Kloster Graefenthal (Fotoreproduktion des fehlenden Marienbildes im Marienaltar) und die Mundartgruppe Goch (Mundartbroschüre).

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Stiftung hielt Ulrich Wolken, Vorstandsmitglied der Volksbank an der Niers, ein besonderes Geschenk bereit: eine neu aufgelegte Broschüre über alle Heiligenhäuschen, Kapellen und Wegekreuze, deren Erhalt durch die Stiftung gefördert wurde.

(RP)
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