Goch: Bomben: Erst mal Ruhe auf der Hüls

Goch: Bomben: Erst mal Ruhe auf der Hüls

Auf dem Baugebiet am Hoogemittagsweg wurden Sprengkörper vermutet.

Im Ordnungsamt gab es das große Aufatmen. Am Freitag hatte der Kampfmittelräumdienst seine Untersuchungen auf dem Gelände an der Hüls abgeschlossen. Die Experten haben allerdings nur kleinere Teile von Sprengkörpern gefunden sowie eine Art Heckflügel einer Bombe. "Der Kampfmittelräumdienst hat nichts Wesentliches entdeckt, wir müssen jetzt allerdings noch den Abschlussbericht abwarten", sagte Heinz-Josef Theunissen vom Ordnungsamt.

Das nichts gefunden wird, war nicht zu erwarten gewesen. Denn in direkter Nähe war im Dezember eine 500-Kilogramm-Bombe entdeckt worden. Das hatte zu einer großen Evakuierungsaktion in der Umgebung gesorgt. Mehr als 8000 Menschen mussten ihr Haus verlassen, sogar in Teilen der Innenstadt und dem Rathaus durfte während der Entschärfung niemand mehr aus dem Haus.

Anschließend gab es die Befürchtung, dass das nicht die letzte Großaktion gewesen sein würde. Denn auf dem Areal am Hoogemittagsweg gegenüber des Hülsgeländes gab es weitere konkrete Verdachtspunkte für Bomben. Im Zweiten Weltkrieg war das Gelände stark bombardiert worden, weil sich dort eine Geschützstellung befunden haben soll. Und bislang war es so gewesen, dass immer auch scharfe Bomben gefunden worden waren, wenn es einen Verdachtsfall gab.

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Diesmal konnte nach den Untersuchungen allerdings Entwarnung gegeben werden. "Wir sind über dieses Ergebnis sehr glücklich", sagte Theunissen. Denn die Bombenfunde waren im vergangenen Jahr jedes Mal mit erheblichem Aufwand verbunden gewesen.

Insgesamt vier Sprengkörper hatten die Experten entdeckt. Im Juni waren gleich zwei Bomben entschärft worden, im November dann eine weitere. Alle lagen in dem Bereich, in dem gerade das Mehrzweckbecken am Hallenbad gebaut wird. Die vierte Bombe schließlich war im Dezember auf dem Gelände gegenüber gefunden worden. Alle Aktionen waren problemlos über die Bühne gegangen.

Allerdings teilte die Bezirksregierung Düsseldorf gestern auf RP-Anfrage mit, dass die Sache noch nicht endgültig abgeschlossen ist. In einem Bereich wären noch weitere Untersuchungen nötig. An einer Stelle gäbe es noch einen so genannten "Bombenblindgänger-Verdachtspunkt". Ein Termin für diese Untersuchung stehe noch nicht fest.

(zel)