Goch: Bilderbuchwetter beim Brunnenfest

Goch : Bilderbuchwetter beim Brunnenfest

Besser hätte es den Werbering als Veranstalter nicht treffen können: Bei strahlendem Sonnenschein strömten die Besucher des Maifestes in die Innenstadt und pendelten zwischen Eiscafés, Trödelmarkt und Autovorstellungen.

Die Stadt Goch hatte sich am Sonntag anlässlich des Mai- und Brunnenfestes sowie des verkaufsoffenen Sonntages in der Weberstadt etwas Besonderes einfallen lassen. Eine als Nonne verkleidete Stadtführerin sollte die Besucher auf das Tourismus-Angebot der Stadt Goch aufmerksam machen. Sie bewarb damit die Führung auf dem Gelände des Klosters Graefenthal.

Überall gab es etwas zu sehen: Zum Beispiel junge Tänzer am Niersufer und alte Fahrzeuge in der Frauenstraße. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Das war aber nicht das einzige Angebot, über welches die Stadt Goch auf der Voßstraße informierte. "Wir wollen den gesamten Niederrhein-Tourismus vorstellen. Denn wir können uns nicht nur als Stadt Goch präsentieren. Nur als Region Niederrhein sind wir stark und deshalb stellen wir auch die Angebote aus den anderen Städten vor, die das in ihren Orten ebenso machen", sagte Gochs Stadtsprecher Torsten Matenaers. Im Zuge dessen konnten Interessierte auch einen Blick auf ein Wohnmobil werfen, mit dem sie dann den Niederrhein künftig genauer erkunden könnten.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Matenaers und die Stadt Goch hatten allerdings nicht nur Auswärtige in ihrem Blickfeld. "Wir wollen die Menschen von außerhalb erreichen, aber auch die, die schon hier wohnen. Sie können sich bei uns informieren, was sie in ihrer Freizeit in Goch machen können", so Matenaers. Dabei stellten sie nicht nur die Führungen vor, sondern auch unter anderem das Angebot des Schwimmbads GochNess.

"Wegenwacht" ist der niederländische ADAC

Einer der beliebtesten Orte war neben der Voßstraße, auf der die Geschäfte ihre Türen von 12 bis 17 Uhr zum Bummeln geöffnet hatten, auch die Frauenstraße. Hier standen über ein dutzend Oldtimer in allen Farben und aus mehreren Jahrzehnten. Ganz am Anfang hatte der gebürtige Niederländer Martin Smits sein seltenes sonnengelbes Motorrad mit Beiwagen positioniert. "Das gibt es nur noch ein einziges Mal. Insgesamt wurden nur drei solcher Motorräder produziert", verriet Smits.

"Wegenwacht" stand auf seinem Gefährt geschrieben. "Das ist der niederländische ADAC", erklärte Smits. Von ihm stammt das 1944 gebaute Zweirad. "Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges fuhren diese Motorräder einige Zeit herum bis die Autos kamen", berichtete Smits. Seit zehn Jahren ist es in seinem Besitz. "Insgesamt besitze ich 50 Motorräder und ein Auto von 1934. Das ist einfach mein Hobby. Meine besondere Liebe sind die Beiwagen. Mit ihnen zu fahren ist viel schöner, als wenn man nur alleine mit einem Motorrad unterwegs ist", meinte Smits. Dass das sonnengelbe Zweirad auch noch funktionstüchtig ist, bewies es erst einen Tag zuvor. Da war Smits damit insgesamt 400 Kilometer quer durch die Niederlande gefahren.

Autoliebhaber, die sich dagegen eher für die moderne Technik interessierten, wurden auf dem nahegelegenen Marktplatz fündig. Hier stellten Autohändler bei Live-Musik, die es auch auf dem Marktplatz gab, ihre neuesten Produkte auf vier Rädern vor.

Rund ums Steintor und den Marktplatz durfte zudem auch in diesem Jahr ein großer Trödelmarkt nicht fehlen.

Höhepunkt des Tages war kurz vor Ladenschluss aber die Ziehung der Gewinner des Gewinnspiels der Stadt Goch. Autofahrer konnten mehrere Wochen lang ihren Parkzettel mit Namen und Anschrift in eine Urne im Rathaus einwerfen. "Insgesamt haben wir 1200 Parkzettel gesammelt. Damit hatten wir vorher nicht gerechnet", sagte Matenaers. Zu gewinnen gab es zehn Mal einen 50-Euro-Gutschein des Gocher Werberings.

(pets)
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