Biker pilgern nach Kevelaer

Motorradwallfahrt Kevelaer : Mit dem Motorrad zu Maria

Die Änderungen bei der Wallfahrt der Biker fielen nicht groß ins Gewicht. Die Teilnehmer kamen trotzdem in großer Zahl. Erstmals nahm der neue Wallfahrtsrektor Gregor Kauling daran teil. Auch Bischof Laurent Lompo fuhr mit.

Wenn vom kleinem Mofa bis zum „Wohnzimmer auf zwei Rädern“ alles in und rund um Kevelaer spazieren gefahren wird, dann ist klar: Es ist wieder Motorradfahrer-Wallfahrt. Am letzten Wochenende lockten Gottesdienste unter freiem Himmel, Live-Musik und ausnahmsweise auch mal gutes Wetter wieder zahlreiche Motorradfans in die Innenstadt von Kevelaer. Nicht nur für die Fahrer selbst, sondern auch für Interessierte wurden tolle Events angeboten.

Für den Großteil der Biker ging es am Freitag jedoch nicht direkt auf Tour, sondern erst einmal auf den Zeltplatz zum Aufbauen der Schlafplätze. Neben Zelten und Pavillons brachten manche Besucher Klappstühle oder sogar Planschbecken mit, so war tolle Stimmung programmiert. Bei sonnigem Wetter wurde auf dem Campingplatz gegrillt, entspannt und natürlich die Maschinen der Mitcamper ausgiebig begutachtet. Walter Thiveßen, während der Wallfahrt besser bekannt als „Papa Schlumpf“, nimmt seit 20 Jahren immer an der Wallfahrt teil und betont: „Es geht um die Gemeinschaft. Jedes Jahr sind hier tolle Leute!“

Am Freitagabend lockte dann Live-Musik von der Coverband „Die Söllers“ auch Nicht-Camper auf den Zeltplatz im Grünen und stimmte die Anwesenden so auf das Wochenende ein. Markus Appel vom Mowa-Team erzählte, dass es den Organisatoren wichtig ist, Bands für die Wallfahrt zu gewinnen und so stand auch am Samstagabend eine Coverband „Fairground Funhouse“ auf der Bühne der Zeltstadt.

Einen großen Teil der Wallfahrt machen natürlich auch die Ausfahrten aus, leider mussten diese in diesem Jahr verkürzt werden, da der Polizei und den Ordnungsbehörden nicht genügend Personal zur Absicherung zu Verfügung ständen.

Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch und so konnte man am Samstag den ganzen Tag rund um Kevelaer immer wieder das Dröhnen der Motoren hören und am Abend gegen 20 Uhr dann das Highlight des Wochenendes erleben: Die Lichterfahrt mit anschließendem Gottesdienst unter freien Himmel. Nicht nur für die Motorradfahrer, sondern besonders für zahlreiche Schaulustige der Höhepunkt des Wochenendes. Dieses Jahr waren erneut zahlreiche Motorräder zu bestaunen, darunter auch Trikes und Oldtimer. Markus Appel berichtete, dass dieses Mal auch der Wallfahrtsrektor Gregor Kauling erstmals auf einer Maschine mitgefahren ist. Auch Bischof Laurent Lompo aus dem Niger ist wie auch in den letzten Jahren wieder bei der Fahrt dabei gewesen. Laut Appel hält er sich jedes Jahr bewusst das Wochenende der Wallfahrt frei, um dabei zu sein.

Nach der Lichterfahrt und dem Gottesdienst ging es dann für die Motorradfahrer und weitere Interessierte zurück zum Zeltplatz, wo die Band „Fairground Funhouse“ für gute Stimmung bei einem (alkoholfreien) Bier oder wahlweise einer Bratwurst sorgte.

Auch auf der Kutte kann man sich zu Jesus bekennen. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Bevor die Zelte am Sonntag abgebaut wurden, fuhren die Biker gegen 13 Uhr nochmal zur Gnadenkapelle, wo die Verabschiedung und Segnung der Motorräder und Teilnehmer statt fand. Dies sei für viele Teilnehmer besonders wichtig, so Markus Appel. Einige Motorradfahrer würden ganz besonders darauf achten, dass ihr Motorrad auch den ein oder anderen Spritzer Weihwasser abbekommt, damit auch bis zur nächsten Wallfahrt auf den Motorradtouren alles gut geht.