Big Challenge in Winnekendonk geht ins sechste Jahr

Aktion in Kevelaer : Für guten Zweck auf den Schweinehügel

Zum sechsten Mal geht die Big Challenge über die Bühne. Bei dem Event gehen Läufer und Radler an den Start, um Spenden zur Bekämpfung von Krebs zu sammeln. Diesmal findet die Veranstaltung wieder in Winnekendonk statt.

Vor allem den Schweinehügel hatten viele vermisst. Die steile Steigung am Sonsbecker Berg war für Teilnehmer der Big Challenge das Highlight. Wer sich bis nach oben gequält hatte, wurde dort mit Obstspießen von den Landfrauen belohnt. So wird es auch diesmal wieder sein. Denn nachdem die große Aktion für die Bekämpfung von Krebs im vergangenen Jahr „auf Tour“ gegangen war, kehrt das Event an den Ort zurück, wo es gestartet wurde. „Die Helfer haben es genossen, ein Jahr Pause zu haben. Aber es war der Wunsch von allen, dass Big Challenge auch wieder in Winnekendonk stattfinden soll“, erläutert Georg Biedemann vom Organisationsteam. Geplant ist künftig, dass das Benefiz-Sportspektakel im Wechsel in Winnekendonk und auswärts stattfindet.

Diesmal gehen die Läufer und Radfahrer also wieder auf die bekannte Tour von Winnekendonk über Labbeck, Xanten, Birten nach Sonsbeck zum besagten Schweinehügel. Der verdankt seinen Namen den Wildschweingehege in der Nähe. Das ist nicht das einzige Highlight auf der Strecke. Legendär ist auch der Eierlikör, den es in Labbeck gibt, die einzig erlaubte Form des Dopings, wie es scherzhaft heißt. „Die Teilnehmer lieben die Strecke, daher haben wir daran nichts verändert. Zudem ist das für die Organisator einfacher, da wir für diese Route bereits die Genehmigung aus den vergangenen Jahren haben“, erläutert Biedemann. Auch die üblichen Versorgungspunkte können übernommen werden. Neben der klassischen Marathonstrecke über 43,2 Kilometer gibt es eine wweitere mit 8,2 Kilometern. Erstmals gibt es auch eine Strecke für Kinder. Der Lauf wird um 14 Uhr gestartet und führt rund um den Sportplatz.

Biedemann hat mit seiner Frau Petra, seiner Familie und vielen Mitstreitern 2014 die Aktion ins Leben gerufen, um den Krebs zu bekämpfen. „Das Engagement dagegen ist zwingend notwendig.“ Auslöser war ein Fall in der eigenen Familie und die Teilnahme an einem entsprechenden Event in L´Alpe D´Huez. „Damals haben wir uns gefragt, warum es so etwas in Deutschland nicht gibt.“ Mittlerweile hat der Verein mit Hilfe der Teilnehmern und Sponsoren 1,25 Millionen Euro gesammelt.. „Damit haben wir diverse Projekte unterstützt“, so Biedemann.

Damit auch in diesem Jahr ein hoher Spendenbetrag an die ausgesuchten Projekte fließen kann, hofft das BIG Challenge-Team jetzt erneut auf eine rege Teilnahme. Aktuell sind bereits rund 170.000 Euro zusammengekommen. Biedemann rechnet mit 300 Teilnehmern, aktuell melden sich immer noch Sportler an.

Erstmals gibt es in diesem Jahr auch die Möglichkeit, sich mit einem E-Bike an dem Event zu beteiligen. „Wir wollten uns diesem Trend nicht verschließen“, öffnet sich der BIG Challenge Verein auch hier gerne, um allen die Möglichkeit zu geben, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Der Höhepunkt. Gut gelaunt kommen die Teilnehmer ins Ziel. Foto: ja/Big Challenge

Dem großen Tag ging am Abend zuvor ein Pasta-Essen voraus, bei dem Prof. Dr. Büttner in einem Vortrag sein Spendenprojekt vorstellte. Am Samstag werden die ersten Sportler ab 5 Uhr vom Viktoria-Sportpark aus starten. Der Marathon-Start ist um 9 Uhr, der letzte mögliche Start für Teilnehmer ist 13 Uhr.

Mehr von RP ONLINE