Big Challenge Aktion für die Krebshilfe

Aktion für die Krebshilfe : Erfolgreiches „Auswärtsspiel“ der Big Challenge in Niedersachsen

Erstmals fand die Wohltätigkeits-Veranstaltung nicht am Niederrhein statt. Aber auch in Bruchhausen war Big Challenge ein Erfolg.

Erschöpft, aber zufrieden zieht Heinrich Henke nach der Premiere eine Bilanz. „Unterm Strich fällt unser Fazit positiv aus, wir waren mit der Veranstaltung sehr zufrieden“, sagte der Landwirt aus Niedersachsen, der erstmals die Big Challenge organisierte, die bislang in Winnekendonk stattgefunden hatte. 240 Aktive kamen, ein gutes Drittel davon vom Niederrhein. Ehrensache war, dass auch die Ideengeber Petra und Georg Biedemann an den Start gingen. „Es war ein tolles Erlebnis, endlich auch mal als Teilnehmer auf die Strecke gehen zu können. Das haben wir in den Vorjahren ja leider noch nie geschafft“, erzählt Biedemann.

Beeindruckt war Heinrich Henke vor allem vom Einsatz der Aktiven für die gute Sache. Der „Held des Tages“ war für ihn ein Jugendlicher aus Süddeutschland. Der 14-jährige Michael Schmidt war ganz alleine per Zug mit seinem Rad angereist und dann bereits die 13 Kilometer vom Bahnhof bis zur Strecke gefahren. Anschließend drehte er sieben Runden von 39,3 Kilometern und wäre abends auch noch die 13 Kilometer wieder zum Bahnhof geradelt, wenn ihn nicht ein platter Reifen gestoppt hätte. „Es gibt sicher nicht viele 14-Järhige, die so einen Einsatz zeigen, und das auch noch für eine gute Sache und nicht, weil er irgendwelche Urkunden oder Pokale gewinnen will“, freute sich Henke. Diesen Enthusiasmus hätte er sich noch etwas mehr von den Menschen der Region gewünscht. Es sei nicht einfach gewesen, in der Öffentlichkeit klar zu machen, worum es bei der Big Challenge überhaupt geht. Viele hätten gefragt, was ist das denn? „Es ist schwierig, den Leuten zu vermitteln, dass sie sportlich etwas leisten und dann auch noch dafür zahlen sollen“, sagt Henke.

Die weiteste Strecke legten übrigens zwei Niederländer zurück, die acht Runden und damit mehr als 320 Kilometer zurücklegten.

Jetzt wird Bilanz gezogen und abgerechnet. Nach dem ersten Überschlägen gehen die Organisatoren davon aus, dass rund 150.000 Euro zusammen gekommen sind. Im vergangenen Jahr waren es zwar 240.000 Euro. Für die Premiere sei das aber ein toller Erfolg, so Henke.

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Fest steht, dass es auch im kommenden Jahr eine Big Challenge geben soll. Offen ist allerdings, wo. Die Winnekendonker werden sich auch noch einmal zusammensetzen, und sie entscheiden dann am Ende, wo die Veranstaltung 2019 stattfindet.

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