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Besitzer von Fundhunden sind oft schwer zu finden

Hundesuche : Fundhunde: Besitzer schwer zu finden

Immer öfter gibt es Probleme, Herrchen oder Frauchen zu ermitteln. Die Tiere sind zwar gechippt, aber nicht registriert. Wie kompliziert sich die Suche gestaltet, zeigt ein aktueller Fall aus Kevelaer.

Der Einsatz war diesmal besonders spektakulär. Am Samstag fing das Team von Gudrun Groß einen Mischling am Traberpark Twisteden ein. Bereits einige Tage vorher war das Tier gesehen worden, später hatten ihm Tierfreunde Wasser hingestellt. Als der Hund am Samstag immer noch herrenlos herumlief, wurde das Ordnungsamt verständigt. Das rief in der Tierpension Alpen an, die Fundtiere im Auftrag der Stadt aufnimmt. Doch das Einfangen gestaltete sich diesmal schwierig, wie Gudrun Groß berichtet. „Das hat uns ganz schönen Körpereinsatz gekostet, denn das Tier war völlig verängstigt und daher auch aggressiv“, berichtet sie. Schließlich musste ein Fangstock eingesetzt werden, um den Hund einfangen zu können. Ein Einsatz, der für den Besitzer teuer werden kann, denn ihm wird eine Gefahrenzulage in Rechnung gestellt werden.

Momentan ist aber offen, ob der Mischling wieder nach Hause kommt. Bei dem Tier gibt es nämlich ein Problem, auf das Gudrun Groß immer öfter trifft. Die Hündin ist zwar vom Tierarzt gechipt worden. Der Besitzer hat den Vierbeiner aber nicht registrieren lassen. Die 15-stellige Nummer, die beim Chippen vergeben wird, hilft wenig weiter. „Die Leute denken, dass mit dem Chippen gleichzeitig auch die Adresse gespeichert wird, aber das ist nicht der Fall“, sagt Groß.

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Hinweise auf die Adresse gibt es nur, wenn das Tier entweder beim zuständigen Ordnungsamt oder bei Portalen wie „Tasso“ registriert wurde. Bei Tasso sei die Registreierung kostenlos und problemos im Internet möglich. Jedem sei dabei selbst überlassen, welche Daten er dort angibt. Wenn das Team der Tierpension ein Tier findet, das registriert wurde, können sie per Online-Abfrage immerhin schon mal erkennen, welche Rasse das Tier hat, ob es kastriert ist. Ganz wichtig sei zudem, dass man den Namen des Hundes bekomme. „Dann ist es möglich, das Tier direkt anzusprechen. In diesen Situationen ist das auch für die Hunde unheimlich wichtig“, sagt Gudrun Groß. Man könne dann auch telefonisch Kontakt zu Tasso aufnehmen, die dann versuchen den Besitzer zu erreichen und den Kontakt herstellen, damit das Tier schnell wieder nach Hause kommt. Im Idealfall ist so etwas sogar direkt an der Fundstelle möglich. „Manchmal können wir die Tiere dann sofort nach Hause bringen. Auch für die Besitzer, die oft in Sorge um ihren Hund sind, ist das eine enorme Erleichterung“, sagt die Frau von der Tierpension.

Sie appelliert daher an alle Hundehalter, ihr Tier chippen und registriren zu lassen. Dadurch komme der Hund schneller nach Hause, auch die anfallenden Kosten seien geringer, weil das Tier nicht so lange in der Pension bleiben muss.

Der nicht registrierte Mischling etwa muss jetzt erst einmal in Alpen bleiben. In Kevelaer beim Ordnungsamt war das Tier nicht regiestriert, auch in der Nachbarkommune Weeze ist er nicht bekannt. Jetzt wird auch per Aufruf im Internet nach dem Besitzer gesucht.

Die Hoffnung, dass das Tier doch noch nach Hause kommt, ist durchaus groß. Etwa 97 Prozent der Fundiere könne zu ihren Besitzern zurückgebracht werden, schätzt Gudrun Groß. Ihre Tierpension in Alpen nimmt die Fundtiere von Kevelaer, Weeze, Sonsbeck, Alpen und Xanten auf.