Goch Bescherung für den Handel

Goch · Die Gocher Einzelhändler ziehen nach der dritten Werbering-Weihnachtsstraße eine positive Bilanz. Verkaufsoffener Sonntag und Weihnachts-Stände sorgten für zusätzliche Angebote.

Impressionen von der Gocher Weihnachtsstraße
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Impressionen von der Gocher Weihnachtsstraße

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Weihnachten kam in diesem Jahr mit dem Taxi. Und als der Weihnachtsmann am Gocher Marktplatz ausstieg, rückte er zunächst seinen Gürtel zurecht, öffnete dann die hintere Wagentür, schulterte seinen großen braunen Sack und rief stilecht "Ho ho ho".

Konzept ging auf

Was bei den einen für kurzes Entsetzen sorgte, ließ wenig später Kinderaugen strahlen. Denn prompt wurde das erste Kind, das ihm auf dem Weg in die Innenstadt begegnete, beschert. Die Eltern waren verzückt, das Kind mampfte glücklich seinen Weckmann, die Weihnachtsstraße des Werberings war eröffnet und der Hauptdarsteller längst wieder unterwegs. Schließlich war er am Wochenende irgendwie auch für die Bescherung der Gocher Einzelhändler verantwortlich. Hatten die sich, genauer gesagt der Werbering als ihr Dachverband, doch zum dritten Mal dazu entschlossen, einige Straßen der Innenstadt mit Verkaufsständen und unzähligen Tannenbäumen zu dekorieren und so den Kunden weitere Angebote zu präsentieren. Ein Konzept, das aufging.

Karin Arntz, Geschäftsführerin vom Geschenkehaus Peters und im Werbering-Vorstand, befand, dass deutlich mehr Menschen in der Stadt waren als sonst. Wenn die zusätzlichen Buden so verteilt stünden, habe das Vorteile für die Geschäfte, da "die Kunden nur ganz kurze Wege zwischen den Läden" absolvieren müssen. Dabei konnten sie in diesem Jahr erstmalig auch auf der sogenannten Gastro-Meile auf der Steinstraße Halt machen — gleich vor dem Geschäft von Werbering-Vorstandsmitglied Georg Schotten, der ebenfalls eine positive Bilanz zog. "Die Belebung gerade im Bereich der Steinstraße war merklich spürbar", so der Juwelier.

Vorstandskollege Jörg Thonnet vermeldete bereits am Samstagabend den Erfolg, obschon sein Elektronikgeschäft keine direkte Anbindung zur Weihnachtsstraße hat. "Der Laden steht voll", so Thonnet kurz und bündig, bevor er sich wieder den Kunden widmete, die vermutlich Dinge mit Stecker auf den Gabentisch legen werden.

Zwar nicht unter Strom, aber dennoch gut beschäftigt war auch Markus Matern vom gleichnamigen Sportfachhandel. Eher an der Peripherie gelegen, aber vom benachbarten Zugferd C & A profitierend, sprach er von einer "sehr positiven Resonanz" mit dem Höhepunkt des verkaufsoffenen Sonntags. Kinder fuhren Karussell, Erwachsene testeten unterm Heizpilz unter anderem "Omas Erbsensuppe". Ob der eingangs erwähnte Weihnachtsmann bei einem der rundum zufriedenen Gocher Einzelhändler fündig wurde und den Heimweg anstatt mit dem Taxi mit einem Rentierschlitten antreten konnte, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.

(RP)