Goch: Berufs- und Grundschüler spielen gemeinsam

Goch : Berufs- und Grundschüler spielen gemeinsam

Einen Strand hat Goch nicht, einen bespielbaren Park nur bedingt, aber Schulhöfe gibt's genug. Die Kinder der Arnold-Janssen-Grundschule nutzten ihre Freifläche jetzt, um ein neues Spiel- und Sport-Gerät kennenzulernen: den Aerobie.

Dieser Wurfring ähnelt einem Frisbee, ist jedoch innen hohl und fliegt viel weiter. In den USA ist er längst sehr beliebt, in Deutschland kennen ihn bislang wenige. Das möchten Schüler des Berufskollegs Kleve, die am Standort Goch in kaufmännischer Richtung ausgebildet werden, ändern. Sie nehmen an einem Wettbewerb um den IHK-Schulpreis teil und brauchen dafür die Mitwirkung der Grundschüler. Denn ihr selbst gestecktes Ziel ist es, den "Aerobie" bekannter zu machen, sprich sich um seine Vermarktung zu kümmern. Die älteren Schüler hatten für die Dritt- und Viertklässler auf deren Pausenhof verschiedene Stationen aufgebaut, an denen sie ihre Geschicklichkeit testen konnten.

Auf die Idee dazu gebracht hatte sie ihr Lehrer Klaus-Peter Barth, der das Wurfgerät im Frankreichurlaub kennenlernte. Im Unterricht sei dann das Projekt entwickelt worden. "Die Schüler teilten sich in Gruppen auf, die sich um Themen wie Finanzen, Marketing und Spielplanung kümmerten", erklärt der Lehrer.

Ganz praktisch testeten die Jugendlichen aus, was mit dem Ring anzufangen ist. Grundschul-Rektorin Kirsten Wamers erlaubte zusätzlich, dass die Kinder später auf Fragebögen erklärten, wie und warum ihnen der Aerobie gefiel. Mit anderen Worten: ob denn Interesse besteht, selbst so ein Teil zu besitzen.

Nun treten zehn Schülerteams weiterführender Schulen aus der Region mit wirtschaftsnahen Projekten gegeneinander an. Sollte das Projekt der Gocher Berufsschüler der Jury besonders gut gefallen, können sie einen Geldpreis gewinnen. Wenn es für eine Prämierung nicht reicht, haben die Grundschüler immerhin einen tollen Vormittag gehabt. Und den Aerobie wird wohl mancher von ihnen zum neuen Lieblingsspielzeug erklären. Aber Achtung, falls sich jemand für den Badeurlaub solch ein Teil kaufen will: Der Aerobie schwimmt nicht. Deshalb vielleicht doch besser in den Park damit. 100 Meter fliegt er leicht. Profis sollen sogar bis zu 400 Meter schaffen, sagen die Experten des Berufskollegs.

(RP)
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