Beim Jahresmpfang der Caritas stand die digitale Zukunft im Zentrum

Caritas : Caritas-Jahresempfang stellt sich digitaler Zukunft

Nicht nur in der Industrie und im Verkehr spielt die Digitalisierung eine Rolle. Auch in der Pflege tritt sie in Erscheinung.

(nik) Wenn von „Herausforderung“ die Rede ist, sind meist die eher unbequemen Aspekte von Veränderung gemeint. Die viel zitierte Digitalisierung bietet aber auch Chancen.

Darauf wollte der Caritasverband im Kreis Kleve hinweisen, der jetzt zu seinem Jahresempfang nach Uedem eingeladen hatte. Geschäftsführer Rainer Borsch begrüßte eine Vielzahl Vertreter aus Politik, Verwaltung, von Verbänden und vielen anderen Stellen des öffentlichen Lebens. Da die Caritas aus dem Nord- und Südkreis zusammen rund 2100 Mitarbeiter habe, könnten leider nicht alle zum Empfang eingeladen werden. Er dankte jedoch allen, die im Einsatz für den Wohlfahrtsverband sind, herzlich.

Sich stark machen für die Mitmenschen – darum geht es bei Caritas, Diakonie und anderen Verbänden grundsätzlich. Kaum jemand möchte sich vorstellen, dass digitale Apparate alte, kranke oder sehr junge Menschen versorgen. Aber völlig analog funktioniert heute eben auch die Pflege nicht mehr. Deshalb stand der Nachmittag mit dem Fachvortrag eines auswärtigen Organisationsforschers unter der Überschrift „Sozial braucht digital“. Wobei, scherzte Moderator Markus Kock, Eltern jugendlicher Kinder sich angesichts des Medienkonsums ihres Nachwuchses wohl fragten, ob „digital nicht eher sozial“ brauche. Aber das solle diesmal nicht Thema sein.

Computer, E-Mails, immer neue Software, roboter-ähnliche Geräte: Dies alles ist längst auch in der Pflege angekommen und wird immer weiter ausgebaut. Ein Kurzfilm zeigte den Anwesenden, wie ein  Chip am Arm eines Patienten oder Sensoren im Raum dem Personal im Schwesternraum Auskunft über wichtige Veränderungen geben: Verschwindet ein Patient von der Station, liegt ein gefährlicher Gegenstand im Weg? Sind alle Medikamente ausgegeben und eingenommen, ist gereinigt, was sauber sein muss? „Ich sage nicht, dass ich alle diese Entwicklungen gut finde, ich stellen Ihnen die Zukunft nur vor“, betonte Prof. Ayad Al-Ani.

Nicht nur er fragte sich vermutlich, was künftig Computer und was noch Menschen entscheiden. „Bewerten müssen Sie meine Ausführungen selbst“, so Al-Ani.

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