Goch: Begegnung mit Dr. Gregor Gysi und Jürgen Trittin

Goch: Begegnung mit Dr. Gregor Gysi und Jürgen Trittin

Zwei Gocher Schüler waren Abgeordnete auf der "Simulation des Europäischen Parlaments" (SIMEP) der jungen Europäischen Bewegung in Berlin und trafen dort Bundespolitiker.

Liam Megill und Leander Runde aus der Q1 (11. Klasse) des Städtischen Gymnasiums Goch folgten, unterstützt von ihrem Sozialkunde-Lehrer Klaus Kirchberg, einer Einladung der Jungen Europäischen Bewegung (JEB) Berlin Brandenburg in die Hauptstadt, um dort mit ca. 250 anderen Jugendlichen aus ganz Deutschland in den Räumlichkeiten des Bundestages an der 16. "Simulation des Europäischen Parlaments" (SIMEP) teilzunehmen. Jeder Teilnehmer vertritt dort, wie im richtigen EU-Parlament, als Abgeordneter ein Land und eine Fraktion.

Die Gocher Gymnasiasten waren als britischer Sozialdemokrat (Partei S&D) bzw. als deutscher Abgeordneter der Grünen unterwegs. Sie erhielten vorab Unterlagen zugemailt, die sie auf ihre Rolle und das bevorstehende Rollenspiel vorbereiteten. Dann reisten sie in die Hauptstadt.

Im Paul Löbe- und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, z.T. mit Blick auf die Spree und die Kuppel des Reichstagsgebäudes, sowie im Abgeordnetenhaus mussten die Jugendlichen zunächst Sicherheitskontrollen passieren und nahmen anschließend mit ihren Namens- und Fraktions-Schildern die Rolle eines Politikers ein.

  • Selbstversuch : Mit voller Konzentration

In Gruppen bereiteten die jungen "Abgeordneten" zunächst ihre Länderpositionen vor, später die ihrer Parteien, und machten sich noch einmal eingehend mit den Verfahren und Verträgen der EU vertraut, bevor es in Gremiensitzungen und Vollversammlungen um die Formulierung und Verabschiedung von Gesetzesänderungen und -vorschlägen zu den Themen "Ökoverordnung", "Energiewende" und "Migrationsfond" ging. Die Ergebnisse sollten schließlich den echten EU-Abgeordneten als Anregung vorgelegt werden.

Höhepunkte der SIMEP waren sicherlich die Begegnungen mit bekannten Politikern wie Dr. Gregor Gysi und Jürgen Trittin. Sie hielten kurze Grundsatzvorträge und stellten sich anschließend den Fragen der politisch interessierten Jugendlichen. Auch Deutschlands EU-Abgeordneter Martin Schulz unterstützte die Veranstaltung mit einer Videobotschaft. "Es war eine sehr interessante Erfahrung, und wir könnten uns vorstellen, noch einmal an der Veranstaltung teilzunehmen" sind sich Liam Megill und Leander Runde einig.

(RP)