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Goch/Uedem: Baumpflanzungen zum Jubiläum - 100 Jahre Heimatpflege

Goch/Uedem : Baumpflanzungen zum Jubiläum - 100 Jahre Heimatpflege

Viele in Goch, Uedem und den jeweiligen Ortsteilen ansässige Vereine haben zum Jubiläum Kaiserlinden gepflanzt.

Der Gartenbau- und Verschönerungsverein Goch und der Heimat- und Verkehrsverein sind nur zwei von den vielen Vereinen, die jetzt aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Kreisverbandes Kleve für Heimatpflege jeweils eine Kaiserlinde pflanzten.

Als Ort hatten die beiden genanten Vereine sich zum Beispiel folgende Plätze ausgewählt: Eine Linde wurde an der Stelle gepflanzt, wo bis vor kurzem noch eine denkmalgeschützte Blutbuche stand, die aus Sicherheitsgründen gefällt werden musste (die RP berichtete). Die zweite Linde bekam ihren Platz am Haus Terörde, eingangs der Nierswelle.

Einige Vereinsmitglieder unterstützten bei trockenem Herbstwetter durch ihre Anwesenheit und mit Muskelkraft die Vorstände bei dieser Aktion. Die Vorarbeiten waren bereits einige Tage zuvor vom Kommunalbetrieb der Stadt Goch erledigt worden.

Aber nicht nur in Goch und Uedem, sondern im gesamten Kreis Kleve wurden an ausgewählten Stellen ebenfalls vom Kreisverband gestiftete Kaiserlinden gepflanzt.

Die Bezeichnung Kaiserlinde (Tilia europaea Pallida) tragen Linden, welche früher zu herausragenden Ereignissen im Zusammenhang mit dem Kaiser beziehungsweise zu bedeutsamen Daten gepflanzt wurden. "Die Linde ist der bedeutendste Baum unserer Kulturgeschichte. Schon die Germanen weihten den Baum ihrer höchsten Göttin Treya und so sollte der Marktplatz jeden Dorfes eine Linde haben. Im Schatten der Dorflinde spielte sich das gesellschaftliche Leben ab. Hier wurde geheiratet, getanzt, gefeiert, aber auch Gericht gehalten.

Auch im deutschen Liedgut, in Sagen und Legenden, ist dieser Baum von Bedeutung. Ebenso findet das Lindenholz in der Bildhauerei, im Schnitzwerk oder in der Spielzeugherstellung, sowie im Klavierbau eine Verwendung. Auch in der Medizin sorgt zum Beispiel der Lindenblütentee durch seine schweißtreibende Wirkung für Linderung bei grippalen Infekten und wirkt beruhigend", so der Kreisverband.

(RP)