Goch Bahnhofsgeschichte von Lersch - 150 Jahre im Querformat

Goch · Dass es so eine Erfolgsgeschichte werden würde, hätten selbst die Organisatoren nicht erwartet. Seit Anfang März gibt es die Ausstellung "Der Metallweg nach Goch - 150 Jahre Eisenbahngeschichte" in der Liebfrauenkirche und bis zum jetzigen Zeitpunkt waren rund 1500 Menschen vor Ort, um sich das Ergebnis der Arbeitsgruppe anzusehen.

Unterteilt ist die Ausstellung in drei Bereiche: Zum einen findet der Besucher auf Stellwänden alle Informationen zusammengefasst, die die Entwicklung der Gocher Bahngeschichte beeinflusst haben. Schließlich bedeutete der Anschluss an die Strecke Kleve - Krefeld für Goch einen immensen wirtschaftlichen Aufschwung. Außerdem zu sehen: das preisgekrönte Modell, das die Kinder vom Jugendzentrum Astra binnen vieler Jahre zusammengebaut haben. Es zeigt die Gocher Eisenbahn vom Steintor bis zum Bahnhof Pfalzdorf. Und natürlich gibt es das eine oder andere Exponat zu sehen. Von der alten Kelle eines Schaffners bis zur selbst konstruierten Lok.

Kurzum: Unter dem Dach des Gocher Heimatvereins wurde eine tolle Ausstellung realisiert und die nicht enden wollenden Besucherzahlen (geöffnet ist bis 1. April an Feiertagen, samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr) zeigen, dass nicht nur Eisenbahnfreunde, sondern auch geschichtlich Interessierte auf ihre Kosten kommen. Ein weiterer Beweis ist auch die Tatsache, dass die zur Ausstellung erschienenen Bücher reißenden Absatz finden. Verkauft werden die knapp 200 Seiten starken Exemplare, die viele interessante Fotografien zeigen, übrigens ausschließlich vor Ort (zu einem Preis von 10 Euro). Die Illustrationen auf dem Titelblatt stammen dabei ebenso vom Gocher Künstler Martin Lersch wie die von ihm extra entworfenen Querformate auf Papier, die ebenfalls zum Verkauf stehen. Zu sehen ist darauf der Gocher Bahnhof im Wandel der Zeit, natürlich inklusive des Doppelbahnhofs und der heutigen Variante, die es sogar im Bereich der Modelleisenbahn zu bundesweiter Berühmtheit brachte (mehr Infos hierzu gibt's auf der Ausstellung). Lerschs Zeichnung kostet 15 Euro.

(miba)