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Bärbel Schreiber ist Geschäftsführerin des Heimatverein Goch

Soziales Leben : Bärbel Schreiber führt Geschäfte im Heimatverein

Der Heimatverein Goch bekommt zum ersten Mal in der 94-jährigen Geschichte eine Frau als Geschäftsführerin. Damit besteht der Vorstand auch nicht mehr alleine aus Männern.

(RP) Der Tod von Günter van Cuick zu Beginn des Jahres traf den Vorstand des Heimatvereins schwer: Viele Jahre lang war van Cuick mit großer Verlässlichkeit Geschäftsführer gewesen, nun mussten die Kollegen sich überlegen, wie es weiter gehen soll. Franz van Beek, der vor einigen Jahren den Vorsitz von Willi Vaegs übernommen hatte, war klar: Wir müssen jünger werden, und es passt nicht mehr in die Zeit, wenn im Vorstand nur Männer sitzen. Das wird auch nicht länger so sein, denn es wurde eine Geschäftsführerin gewählt, die mit Feuereifer zu Werke ging: Bärbel Schreiber

Als geradezu ein „historisches Ereignis“ bezeichnete Franz van Beek auf der Mitgliederversammlung, dass erstmalig in der 94-jährigen Geschichte des  Heimatvereins eine Frau in dieses Amt gewählt wurde. Bärbel Schreiber ist Juristin und leidenschaftliche Gocherin und bringt damit nicht nur die besten Voraussetzungen für die Geschäftsführung mit, sie ist auch noch das jüngste Vorstandsmitglied. Über ihre Wahl freuten sich ganz besonders Vater Adolf Schreiber, der  als Kassenprüfer die Entlastung des Vorstandes beantragte, als auch der Ehrenvorsitzende Willi Vaegs und der Bürgermeister Ulrich Knickrehm.

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Bevor Hans-Joachim Koepp die Mitglieder und Gäste unter anderem aus dem niederländischen Gennep in humorvoller Weise mit „Bier- und Brandweingeschichten aus Goch der letzten 700 Jahre“ unterhielt, berichtete der Vorsitzende über den Entwicklungsstand des Hauses zu den fünf Ringen. Dort wird der Heimatverein  die zweite Etage beziehen und mit der Unterstützung der Bürgerstiftung Niederrhein ein weitgehend digitales Heimatmuseum installieren. Mit der Stadt Goch wird an einem Konzept gearbeitet, das Haus zu den fünf Ringen zu einem „Haus der Information über Goch“ zu machen. Dies unter Einbindung auch des  Archivs der Stadt Goch und einer Touristinfo im Erdgeschoss .