Uedem: Ausstellung in der Hohen Mühle

Uedem: Ausstellung in der Hohen Mühle

Der Heimatverein Uedem zeigt Fundstücke aus örtlichen Gräberfeldern.

Der Uedemer Raum wurde bereits zur römischen Herrschaft am Niederrhein bewohnt. Diese germanische Siedlung hat im Raum Uedem dreihundert Jahre bestanden. Sie hatten mit den Römern einen regen Tauschhandel. Die Germanen legten einen Friedhof in Keppeln an, der sich zwischen dem Schafheider Weg und dem Herringschen Weg befand. Dieser Friedhof, der bis ungefähr 300 nach Christus genutzt wurde, blieb 1600 Jahre unentdeckt.

Der Forscher Rudolf Stampfuß grub 1930/31 Gräber in Keppeln aus, dabei fanden sie unter anderem Krüge, Urnen und Becher. Foto: HEIMATVEREIN UEDEM

Bei Rodungsarbeiten im März 1929 wurden von den Bauern Reintjes und Verhoeven im Ortsteil Keppeln mehrere Brandgräber entdeckt. Erst im Winter 1930/31 wurden anschließend 92 Gräber von Rudolf Stampfuß und seinem Team ausgegraben. Nach der Ausgrabung wurden die Funde aus mehreren Teilen zusammengesetzt und aufwendig restauriert. Die Funde aus Keppeln befinden sich seit Jahrzehnten im Museumsdepot in Duisburg.

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Erstmals werden Originalfunde in Uedem präsentiert. Die ausgestellten Funde zeigen Verbrauchsgegenstände wie Schalen, Urnen, Krüge, Becher und Fußschalen. Eine Axt aus Eisen gilt ebenso wie ein Griffel als ein besonderer Fund des Keppelner Gräberfeldes. Bei den Funden können die von römischen Handwerkern erstellten Sachen, die gleichmäßig aussehen, von den Germanen erstellten Gegenständen leicht erkannt werden.

Die Ausstellung ist in der Hohen Mühle samstags und sonntags von 14.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Sie dauert bis zum 27. Mai, der Eintritt ist frei.

(RP)