Goch Augenklinik übernimmt die Praxis in Goch

Goch · Bislang führt eine Duisburger Augenklinik die frühere Praxis von Dr. Schmelzer als Zweitpraxis. Die Einrichtung soll zum 1. Juli zur vollwertigen Praxis mit dauerhaftem Sitz in Goch werden.

 Weite Wege für Augenuntersuchungen sollen für Gocher weiterhin nicht nötig sein, da eine Praxis im Ort dauerhaft erhalten bleibt.

Weite Wege für Augenuntersuchungen sollen für Gocher weiterhin nicht nötig sein, da eine Praxis im Ort dauerhaft erhalten bleibt.

Foto: matzerath

Seit Oktober betreut die Augenklinik Tausendfensterhaus aus Duisburg (mit Zweigstelle Essen) die frühere Praxis von Dr. Ludger Schmelzer in Goch. Der hatte bekanntlich Ende September aufgehört, seitdem wird die Praxis als so genannte Zweitpraxis von Duisburg aus mitversorgt. Für die Patienten bedeutet das, dass es weiterhin eine augenärztliche Versorgung gab, allerdings in etwas beschränkterem Rahmen. So war mittwochs die Praxis bislang geschlossen.

Dr. Detlef Engineer von der Duisburger Augenklinik will das Angebot in Goch jetzt weiter ausbauen. "Unser Ziel ist es, den Mittelbereich im Kreis Kleve auf Dauer abzudecken", sagt der Augenarzt. Die Praxis ist dort in der Umgebung die einzige. Viele Patienten aus Goch und Umgebung würden sich daher wünschen, dass das Angebot erhalten bleibt.

Grundsatz ist allerdings, dass ein frei werdender Kassensitz für den ganzen Kreis Kleve ausgeschrieben werden muss. Damit wäre auch ein Ortswechsel möglich gewesen. Dr. Engineer hat den Sitz für Goch beantragt und ist optimistisch: Derzeit stünden die Aussichten gut, dass er den Kassensitz von Dr. Schmelzer im zweiten Quartal übernehmen könne. Zum 1. Juli werde die Praxis dann als eigenständige Praxis geführt.

Derzeit ist Dr. Engineer noch auf der Suche nach einem Facharzt für die Augenarztpraxis. "Wir sind mit zwei Interessenten im Gespräch, es sieht gut aus, dass wird die Stelle bald besetzen können", erläutert er. Ein Augenarzt soll fest in Goch sein, ein weiterer unterstützend aus Duisburg in Goch mitarbeiten.

 Ab April 2015 können die Augenärzte Laura Simon und Arnd Fackeldey die Räume im Haus der Volksbank Kevelaer übernehmen. Die Eröffnung dürfte dann vermutlich Ende Mai, Anfang Juni erfolgen.

Ab April 2015 können die Augenärzte Laura Simon und Arnd Fackeldey die Räume im Haus der Volksbank Kevelaer übernehmen. Die Eröffnung dürfte dann vermutlich Ende Mai, Anfang Juni erfolgen.

Foto: SEYB

Durch die Anbindung an eine Klinik sei die Stelle für mögliche Facharzt-Kandidaten besonders interessant.

Operationen am Auge wird es in Goch aber auch in Zukunft nicht geben. Die werden weiterhin nur in der Augenklinik im Ruhrgebiet erfolgen. Denn es ist nicht rentabel, die aufwändigen OP-Apparaturen an mehreren Standorten vorzuhalten. "Allerdings soll es künftig möglich sein, dass der Augenarzt aus Goch die Patienten auch bei der OP in der Klinik betreut."

In Duisburg hat sich das Team auf ambulante Netzhaus-Chirurgie spezialisiert. Einen Schwerpunkt hat dabei die Behandlung von Netzhautablösungen. 8000 Eingriffe werden pro Jahr in Duisburg vorgenommen, darunter 1500 Netzhautoperationen.

"Wichtig ist das Signal für die Patienten, dass wir durch die Übernahme der Praxis die augenärztliche Versorgung rund um Goch auf Dauer sicherstellen", sagt Dr. Engineer.

Auch in der Nachbarschaft tut sich was beim Thema "Augenärzten": Arnd Fackeldey und seine Kollegin Laura Simon, die vorher im Jülicher Augenzentrum tätig waren, haben angekündigt, in Kevelaer eine Gemeinschaftspraxis eröffnen zu wollen.

(RP)
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