Goch Asperden für Kopf und Fuß

Goch · In der Don-Bosco-Grundschule Asperden gastiert wieder – einzigartig im Kreis Kleve – die "KinderLiederLandschaft". Diesmal kommt Rainer Wenzel. Gestern haben die Kinder schon mal Maß genommen.

In der Don-Bosco-Grundschule Asperden gastiert wieder — einzigartig im Kreis Kleve — die "KinderLiederLandschaft". Diesmal kommt Rainer Wenzel. Gestern haben die Kinder schon mal Maß genommen.

Ein Konzert? Nein, das, was Rainer Wenzel, Franke aus Nürnberg und bislang sicher noch nicht so Niederrhein-erfahren, mitbringt nach Asperden, das sei viel mehr, erklärt Margret Cleusters. Die Lehrerin an der Don-Bosco-Schule sagt: "Das wird ein Konzert von Kopf bis Fuß."

Rainer Wenzel, schon lange mit seinen inzwischen sagenumwobenen Mitmach-Konzerten bundesweit unterwegs, ist sicher nicht regelmäßig in kleinen Dorfschulen zu Gast. Eine Frage auch der Kosten. Aber die Asperdener haben's mal wieder möglich gemacht. Der Förderverein sorgte für die Finanzierung. Und günstig ist es ohnehin. Denn wieder gelang es Margret Cleusters, den Zuschlag, sprich, einen Auftritt in der bekannten Reihe "KinderLiederLandschaft" zu bekommen.

"KiLiLa" heißt das Duisburger Festival für Kinder inzwischen nur noch. Es ist eine bekannte Größe geworden. Möglich durch Sponsoring der Sparkasse Duisburg und der Unternehmerfamilie Grillo. Eine Duisburger Veranstaltung also. Aber weil Margret Cleusters bei einer Fortbildung mal den Musiker und Kabarettisten Helmut Meier kennenlernte, der auch "KiLiLa" organisiert, war der entscheidende Kontakt geknüpft. Dauerhaft. Auch in diesem Jahr ist Asperden wieder einzige Station der "KiLiLa" im ganzen Kreis Kleve.

Lieder die fröhlich machen, Melodien, mit denen Rainer Wenzel alles will, nur nicht stille Zuhörer: "Von Kopf bis Fuß — das ist wörtlich zu nehmen", so Schulleiter Peter Trienes. Rhythmusgefühl, Konzentration, Koordination, Achtsamkeit, denn sonst funktioniert gemeinsames Musizieren ja nicht.

Da ist, so Peter Trienes gestern beim RP-Besuch in der Schule, der Begriff "Lebensordnung" nicht weit. Und der passt nirgendwo so gut wie in Asperden. Stammt er doch von Sebastian Kneipp. Und Don-Bosco in Asperden — das ist bekanntlich weithin die erste Schule, die sich "Kneipp" nennen darf, nach einer aufwändigen Zertifizierung (die RP berichtete).

Fast scheine es, als habe "KiLiLa" Rainer Wenzel speziell für Asperden augesucht, sagt Margret Cleusters und lacht. Stolz? Nein. Aber der wäre durchaus angebracht. Schon im fünften Jahr in Folge bekamen die Asperdener den Zuschlag, wurden aus der Reihe der Bewerber für einen der wenigen Auftritte Wenzels ausgewählt. Die Eltern werden wieder dazu eingeladen. Und die Lehrer? Sie müssen nicht nach-, sondern "vorsitzen". Nehmen nachmittags vor der Aufführung an einer Fortbildung in Duisburg mit Astrid Hauke teil. Auch sie tritt (anderswo) bei "KiLiLa" auf, als "Lieselotte Quetschkommode". Musik zum Mitmachen für Kinder — da gibt's für das Kollegium die Theorie dazu.

(RP/rl)
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