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Asperden feiert Karneval im Jugendheim

Närrisches Asperden : Tolle Tänze in Asperdens Gürzenich

Die Narrensitzung des AKV bot erstklassige Büttenreden und schwungvolle Tänze.

Im Jugendheim am Knobbenhof in Asperden bebte die Bühne und die Wände wackelten, denn der Karnevalsverein AKV „Vallis comitis“ hielt dort seine erste Narrensitzung. Mit einem vollgepackten Programm aus Gardetänzen, Musik und Büttenreden wurden die Gäste im vollbesetzten Saal bestens unterhalten. Sitzungspräsident Jürgen Hemmers, gut gelaunter und gewandter Moderator, begrüßte die Jecken im „Asperdener Gürzenich“.

Das Programm startete mit den jüngsten Tänzerinnen des AKV, den Bambinis. Als grün-glitzernde Tabalugas faszinierten sie das Publikum vom ersten Augenblick an. Die kleinen „Drachen“ schlugen Rad und spuckten auch mal „Feuer“. Sogleich folgte die erste Bütt: Thomas Wensing als „ne Löllbux“. Mitgebracht hatte er schöne Geschichten, gereimt und auf Platt. Einen herzlichen Empfang gab es für das Kinderprinzenpaar Piet I. und Mira I. samt Garde. Die Tanzgruppen des AKV bereicherten mit ihren Darbietungen die Sitzung. Die Minis, Teenies und die Großen zeigten anspruchsvolle Choreografien. Der Besuch der Prinzengarde der Krunekroane aus Kranenburg hat schon Tradition in Asperden. Prinz Marc „Der Musikalische“ mit seinem Funkemariechen Miri und der gesamten Begleitung brachten viel Stimmung in den Saal. Karnevalistische Orden wechselten sehr zahlreich von einem zum andern, immer als Anerkennung für ehrenamtliches Engagement. Ein Höhepunkt jeder Sitzung ist das Eintreffen des Prinzenpaars des Stadt Goch, das auch in Asperden einen grandiosen „Walk on“ hatte. „Der Gocher Karneval ist bunt und alle Vereine feiern zusammen“, rief Johannes I. (Knops) dem Narrenvolk zu. Auch Julia I. sprach herzliche Worte. Das Tambourcorps Asperden, in dieser Session musikalische Begleitung des Kolping-Prinzenpaars, wurde begeistert begrüßt und genoss sein Heimspiel. „Ich hab’ heute Narrenfreiheit“, sagte Clown Elke Janssen. Sie feierte an diesem Tag ihr 20jähriges „Dienst“-Jubiläum als Stammgast in der Bütt beim AKV. Einen schwungvollen musikalischen Beitrag zur Narrensitzung leisteten Irmgard und Jürgen Martens als bunt-schillerndes „Niersduo“. Sie brachten „Kölsche Tön“, die Lieblingshits des Karnevals und Stimmung in den Saal. Eine Garde „außer Konkurrenz“ sind die „Senilen Funken“ alias Annette Hemmers und Birgit Coenen. Sie kamen mit Stock und Rollator und schossen ein wahres Feuerwerk gelungener Gags auf das Publikum ab. Es wurde viel gelacht über den „Hüxit“ („der Pastor Hürter geht ja auch“). Ein perfektes Debüt in der Bütt vollführte Oliver Derks, der sich als Witzeerzähler-Naturtalent präsentierte. Fast alle anwesenden Asperdener kamen in seinem gereimten Vortrag vor. Den Reigen der erstklassigen Büttenreden vollendete dann Achim Verrieth als Cäcilia Uhlenbusch, die „Frau in den besten Jahren“. Das krönende Schlusslicht setzte das neu gegründete Männerballett des AKV mit Sexappeal und Spaß.