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Am Dienstag startet der Wettbewerb in Krefeld

kreis Kleve : Forschernachwuchs aus dem Kreis ist bereit

Die Realschule Kalkar, das Lise-Meitner-Gymnasium Geldern und die Leni-Valk-Realschule Goch sind am Dienstag dabei.

(RP) Der niederrheinische Regionalwettbewerb von Jugend forscht findet bereits in dieser  Woche statt und die Vorbereitungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Deutschlands größtem Wettbewerb für Naturwissenschaften und Technik gehen jetzt in die heiße Phase. Rund 300 Jugendliche aus der Region bereiten sich auf den großen Wettbewerbstag am Dienstag, 12. März, im Krefelder Seidenweberhaus vor.

Aus dem Kreis Kleve beteiligen sich in diesem Jahr die städtische Realschule Kalkar mit elf Wettbewerbsbeiträgen, das Lise-Meitner-Gymnasium Geldern und die Leni-Valk-Realschule Goch mit jeweils einer Arbeit.

Bei Jugend forscht ist es den Teilnehmern freigestellt, ob sie allein, zu zweit oder zu dritt an den Start gehen. Für alle gelten die gleichen Bedingungen: rechtzeitig anmelden, die schriftliche Ausarbeitung des Forschungsvorhabens einreichen, am Wettbewerbstag die Ergebnisse präsentieren und sich den Nachfragen einer Fachjury stelle.

Die Jungforscher haben sich wochenlang mit ihren Forschungsfragen beschäftigt und man darf gespannt sein, was sie erforscht haben und welche Erkenntnisse sie gewonnen haben.  Zwei Schüler der Städtischen Realschule haben sich zum Beispiel mit den Auswirkungen von Red Bull auf den menschlichen Körper beschäftigt. Sie haben sich gefragt, ob die Konzentrationsfähigkeit erhöht wird und wie sich der Konsum auf Puls und Blutdruck auswirkt.  Einen automatischen Flaschenöffner für ältere und schwächere Menschen, die sich mit dem Öffnen von Flaschen und mit dem Eingießen von Flüssigkeit schwer tun, hat ein Schüler der 8. Jahrgangsstufe an der Realschule Kalkar entwickelt. Ein Longboard mit Blinker haben zwei erst elfjährige Schüler der Leni-Valk-Realschule in Goch gebaut und zwei Schülerinnen des Lise-Meitner Gymnasiums in Geldern bringen eine metallisierte Folie zur Licht- und Wärmedämmung bei LED-Einsatz im Gewächshaus mit. Ihnen war aufgefallen, dass Gewächshäuser nachts hell erleuchtet sind und die natürliche Tier- und Pflanzenwelt in der Umgebung dadurch beeinflusst wird. Sie haben sich gefragt, ob es eine Lösung gibt, damit das Licht im Gewächshaus bleibt, die Temperatur nicht zu hoch steigt und möglichst wenig Licht nach draußen dringt.

Nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Wettbewerb sind in der heißen Phase der Vorbereitung. Auch die ausrichtende Unternehmerschaft Niederrhein bereitet sich mit Hochdruck auf den großen Tag vor. „Dies ist nicht unbedingt Alltag bei uns im Verband. Aber wir richten den Wettbewerb bereits seit 24 Jahren aus und haben einen guten Plan. Vor Überraschungen ist man aber nie sicher und insofern sind auch wir sehr gespannt auf den Wettbewerbstag“, so Dr. Ralf Wimmer, der die Vorbereitungsarbeiten als Patenbeauftragter koordiniert.

Die Preise für die besten Forschungsarbeiten in den sieben Wettbewerbsfachgebieten werden in der Feierstunde am Abend vergeben. Insgesamt sind maximal 22 erste Plätze zu vergeben. Die besten in den Fachgebieten dürfen dann zu den Landeswettbewerben in den Alterssparten Schüler experimentieren (Jugendliche bis 14 Jahre) und Jugend forscht (ab 15 bis 21 Jahre) reisen und sich dort der landesweiten Konkurrenz stellen. Darüber hinaus werden zweite und zahlreiche Sonderpreise – z.B. Forschungspraktika und Buchpreise - sowie der Sonderpreis der Unternehmerschaft Niederrhein verliehen. Interessierte sind zum öffentlichen Rundgang am Nachmittag des 12. März zwischen 14  Uhr und 16  Uhr herzlich ins Seidenweberhaus nach Krefeld (Theaterplatz 1) eingeladen.