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Als Team "fair enough" nehmen zwei Gocher bei "Jugend gründet" teil

Wettbewerb „Jugend gründet“ : Schülerduo legt Businessplan vor

Jan Jürgens und Benedikt Albertsen nehmen aktuell bei „Jugend gründet“ teil.

Der bundesweite Online-Wettbewerb „Jugend gründet“ verzeichnet eine neue Rekordzahl: 783 Businesspläne wurden in diesem Schuljahr eingereicht. Zu den 36 „besten Businessplänen“ gehört auch die Geschäftsidee von Jan Jürgens und Benedikt Albertsen, Schüler des Collegium Augustinianum Gaesdonck. Als Team „fair enough“ hat das Duo seine Idee für den „Royal Backpack“ ausgearbeitet. Dieser ist ein Upcycling-Produkt: Aus dem Überschuss an Material der Textilindustrie in Kambodscha sollen bei einem örtlichen Produzenten Rücksäcke klimaneutral und mit fairen Löhnen für die Arbeiter hergestellt werden.

Als „einer der „besten Businesspläne“, wie es seitens „Jugend gründet“ genannt wird, qualifizierten sich Albertsen und Jürgens zu einem Pitchevent und zum Planspiel, in dem acht Geschäftsjahre ihres virtuellen Unternehmens simuliert werden; in dem sie das Unternehmen mit möglichst nachhaltigen und strategischen Entscheidungen durch die Höhen und Tiefen der Konjunktur führen müssen. Die gesamtbesten Teams aus beiden Wettbewerbsphasen (Businessplan- und Planspielphase) werden Ende Juni zum Bundesfinale von „Jugend gründet“ eingeladen.

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Doch allein darum geht es Albertsen und Jürgens nicht. Sie wollen nicht zwingend den Wettbewerb gewinnen, sie wollen Erfahrung sammeln. Denn 2019 gründeten die beiden ein Start-up-Unternehmen für genau das Produkt, für das sie bei „Jugend gründet“ jetzt einen Geschäftsplan entwickelt haben: In Zusammenarbeit mit einem Produzenten in Kambodscha entwickeln die Schüler aktuell Prototypen der Rucksäcke. Mit dem fertigen Produkt wollen Albertsen und Jürgens eine nachhaltige Veränderung bewirken. Die Arbeiter erhalten einen fairen Lohn und so eine gute Chance ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Das Material, welches als Müll gehandelt wird, belastet die Umwelt nicht, sondern schafft einzigartige Rucksäcke. Zudem gehen aus den Einnahmen Spenden an eine Non-Profit-Organisation, die Schülern in Kambodscha einen besseren Zugang zur Bildung ermöglicht – auch das ist nachhaltig.

„Wir haben gemerkt, wie schwer es ist ein solches Produkt zu entwickeln“, sagt Benedikt Albertsen. Auch die Corona-Krise macht dem Start-up einen Strich durch die Planung. Eigentlich sollte der Rucksack im August launchen. Doch das hält Albertsen mittlerweile für fraglich. Dennoch: „Wir glauben an das Projekt. Wir nutzen die Zeit, die wir haben – entgegen der Aussagen, dass wir ‚nur’ Schüler sind – um etwas zu bewegen“, sagt der engagierte und entschlossene Gründer.

Die Internetseite mit umfassenden Informationen zum Projekt von Team „fair enough“ befindet sich aktuell im Aufbau. Bisher sind Jürgens und Albertsen mit ihrem Start-up nur auf Instagram unter „fairenough.eu“ vertreten.