Goch: Aldi und Rewe planen 2019 Neustart in Goch

Goch : Aldi und Rewe planen 2019 Neustart in Goch

Seit einem halben Jahr tut sich nichts auf der längst geräumten Fläche des abgebrannten Rewe-Markts an der Klever Straße. Ein Bauzaun sperrt die große Fläche an der Bahnlinie ab, der Rest des Einkaufswagen-Unterstands steht noch immer am Rand. Die Firmenschilder am Zaun verblassen schon so langsam. Nicht wenige Gocher bezweifeln, dass der Vollsortimenter, wie er es gegenüber der Rheinischen Post versicherte, den Markt wiederaufbauen wird. Doch auch eine zweite Anfrage in der Zentrale brachte das gleiche Ergebnis: "Keinesfalls wurde die Entscheidung revidiert. Der Rewe-Markt wird wieder aufgebaut, die Eröffnung ist für Ende 2018/Anfang 2019 geplant", heißt es aus der Unternehmenskommunikation. Alle Details seien jedoch noch in Abstimmung, so dass Näheres noch nicht mitgeteilt werden könne.

Seit einem halben Jahr tut sich nichts auf der längst geräumten Fläche des abgebrannten Rewe-Markts an der Klever Straße. Ein Bauzaun sperrt die große Fläche an der Bahnlinie ab, der Rest des Einkaufswagen-Unterstands steht noch immer am Rand.

Die Firmenschilder am Zaun verblassen schon so langsam. Nicht wenige Gocher bezweifeln, dass der Vollsortimenter, wie er es gegenüber der Rheinischen Post versicherte, den Markt wiederaufbauen wird. Doch auch eine zweite Anfrage in der Zentrale brachte das gleiche Ergebnis: "Keinesfalls wurde die Entscheidung revidiert. Der Rewe-Markt wird wieder aufgebaut, die Eröffnung ist für Ende 2018/Anfang 2019 geplant", heißt es aus der Unternehmenskommunikation. Alle Details seien jedoch noch in Abstimmung, so dass Näheres noch nicht mitgeteilt werden könne.

Die halbkreisförmig geschwungene Baustraße, Teil des künftigen Ringschlusses, ist schon gut zu erkennen. Von hier aus wird der Aldi-Markt erschlossen. Foto: Anja Settnik

Eine klare Ansage mit Blick auf eine nicht mehr allzu ferne Zukunft gibt es auch aus der Firmenzentrale von Aldi Süd. Wie mehrfach berichtet, plant der große Discounter eine Niederlassung an der Pfalzdorfer Straße zu errichten - zwischen Kindergarten und dem Baugebiet "Neu-See-Land". Dort herrscht bekanntlich derzeit Baustopp, weil ein benachbarter Industriebetrieb kürzlich auf die Geräuschbelastung hingewiesen hat, die von seiner Produktion ausgeht. Stadt und Unternehmen fürchten, dass Bauherren, die das bei ihrer Kaufentscheidung nicht berücksichtigen konnten, weil der Umstand nicht bekannt war, später Regressforderungen stellen könnten. Der Bürgermeister zeigte sich in einer Pressemitteilung vor einigen Tagen jedoch zuversichtlich, dass die Situation einvernehmlich geklärt werden könne (durch vermutlich teure Lärmschutzmaßnahmen?).

Die halbkreisförmig geschwungene Baustraße, Teil des künftigen Ringschlusses, ist schon gut zu erkennen. Von hier aus wird der Aldi-Markt erschlossen. Foto: nik

Aldi jedenfalls kündigt an, bauen zu wollen, sobald die Baugenehmigung der Stadt vorliegt. "Die für den Bau der Filiale zuständige Regionalgesellschaft Aldi Rheinberg wird in diesen Tagen den entsprechenden Bauantrag einreichen. Wir gehen davon aus, dass die Baugenehmigung noch in diesem Jahr erteilt wird, so dass wir Anfang 2019 mit dem Bau beginnen könnten", antwortete Tobias Neuhaus aus der Marketingabteilung auf eine entsprechende Anfrage.

Auf Anfrage der Rheinischen Post bestätigte die Stadt jetzt, dass der Bauantrag eingegangen ist. "Im nächsten Bauausschuss wird die Offenlage auf der Tagesordnung stehen", kündigt Stadtsprecher Torsten Matenaers an.

Zur weiteren Nutzung des Grundstücks könne Aldi zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Auskunft geben. Geplant ist, neben dem Discounter noch kleine Läden anzusiedeln. Der bisherige Aldi-Markt an der Gartenstraße soll aufgegeben werden, wodurch sich ein attraktiver stadtnaher neuer Bauplatz ergibt.

Gocher beobachten seit geraumer Zeit, wie der erste Teil des künftigen Ringschlusses vom Ostring aus über die Pfalzdorfer Straße hinweg auf die Fläche Richtung Stadtwerke führt - die halbkreisförmig geschwungene Baustraße ist schon gut zu erkennen. Zwei Kreisverkehre werden angelegt: vorne am Kindergarten und ein Stück weiter, um das entstehende Wohngebiet im Baugebiet 24 und das Gebiet der früheren Reichswaldkaserne anzubinden. Von dort aus wird auch der Aldi-Markt erschlossen. In der zweiten Jahreshälfte 2019 dürften dort Einkäufe möglich sein.

(RP)