Advent- und Krippenmarkt in Kevelaer eröffnet

Advent in Kevelaer : Lebendige Krippe als Besuchermagnet

Die Pause für „Hermann“ ist vorbei. Der Esel ist vom Irrland jetzt wieder in die City von Kevelaer umgezogen. Hier gehört er zum Blickfang des Advents- und Krippenmarktes. Die Besucher erwarten drei Marktbereiche um die Basilika.

Nebelschwaden umhüllten kurz vor 11 Uhr die Marienstadt. Im Zentrum, rund um die Basilika, warteten zahlreiche Verkaufs- und Bistrostände auf die ersten Besucher. Im Forum Pax Christi öffnete der traditionelle Krippenmarkt zeitgleich zum 31. Mal seine Pforten. Nicht nur Krippen und Figuren im traditionell biblischen Kunststil werden seit Freitag ausgestellt, auch moderne Nikolausfiguren mit Golfschlägern, Sonnenbrille und Streichinstrumenten stehen zum Verkauf.

Im Zentrum des Forums zog die große lebendige Krippe mit drei Schafen, Esel „Hermann“ und einem jungen Ochsen viele Kinder und Familien an. Um Punkt 15.30 Uhr traf Bürgermeister Dominik Pichler gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Karin Dembek ein, um eröffnende Grußworte an die Kevelaerer und auswärtigen Gäste zu richten. „Ich hoffe sehr, dass das Wetter, was sich bis zum kommenden Wochenende ankündigt, auch darüber hinaus noch bleibt – nämlich kalt und trocken. Kalt ist ja nicht überraschend, sondern eher der Jahreszeit entsprechende. Jedenfalls ist es wichtig für den Krippenmarkt und auch für die Besucher, wenn es wenigstens trocken bleibt“, so der erste Mann der Marienstadt.

Kurz darauf startete das erste musikalische Krippenspiel in diesem Jahr gemeinsam mit den Messdienern der St.-Marien-Gemeinde, die in die Rolle der Hirten, Maria und Josef oder Engel schlüpften und sich für die Vorstellung verkleidet hatten. Karl Timmermann sang eingangs den selbst komponierten Song „Krippenmarkt in Kevelaer“ und eröffnete damit das Krippenspiel.

Bis zum vierten Advents-Sonntag, 22. Dezember, gibt es täglich ein Programm auf dem Advents- und Krippenmarkt. Zwischen 15 und 18 Uhr können die jüngsten Besucher in diesem Jahr zum zweiten Mal Stockbrot im Kinderbereich vor dem Forum Pax Christi über dem offenen Feuer backen. Zudem wurde erstmals ein speziell umzäunter Bereich mit sieben kleinen Kinderkettcars und einem Schaukelpferd realisiert. „Wir wollten zunächst ein historisches Kinderkarussell hier aufstellen. Das ist jedoch nicht bezahlbar gewesen“, informierte Marktmeister Winfried Janssen. Deswegen wurde mithilfe von Spielwaren Laumann der kleine Kettcar-Bereich eingerichtet, der auch auf große Resonanz bei den Kindern stieß. Die Kettcars durften kostenlos genutzt werden, ebenso das Stockbrot-Backen, direkt nebenan, wurde für die Kinder kostenfrei angeboten. Jugendliche vom Kevelaerer Sportverein und Horst Büsch, der in traditioneller Kaufmannskluft gekleidet war, betreuten das Ganze und bereiteten den Teig vor, der von der Bäckerei Janssen-Heursen geliefert wurde.

Wenige Meter vom Kinderbereich entfernt startete die Bistromeile. Holzhütten und Pavillons mit Heizstrahlern verleihen ihr eine gemütliche Atmosphäre. Die in einem Netz verstrickte Lichterkette bescherte der Meile einen funkelnden Sternenhimmel. Auch die dortige Baumallee wurde durch Strahler mit rötlichem Licht angeleuchtet. Vielfältige warme Speisen von heißen Maronen über Reibekuchen mit Apfelmus bis hin zu „Pulled Pork“ mit Schmörkes und dem beliebten deutschen Fastfood Currywurst-Pommes gab es dort. Ebenso süße warme Getränke mit Umdrehungen wie Eierlikör- und Birnenpunch sowie roten und weißen Glühwein konnten sich die Erwachsenen genehmigen.

Marktmeister Janssen und sein Team freuen sich, gemeinsam mit dem Krippenmarkt nun drei unterschiedliche Bereiche des Adventsmarktes auf den Weg gebracht zu haben. „Im Bistrobereich kann es vom Platz her mal eng werden. Aber dann wird’s wenigstens warm, wenn wir näher zusammenrücken“, scherzte der Marktmeister.

Das Programm des Advents- und Krippenmarktes gibt es unter www.kevelaerer-krippenmarkt.de.