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Abschied nach 50 Jahren Einsatz für die Krankenbruderschaft Rhein-Maas

Marion Müller-Praschma : Abschied nach 50 Jahren Einsatz

Marion Müller-Praschma ist nahezu untrennbar mit der Krankenbruderschaft Rhein-Maas verbunden. Auch in diesem Mai war sie wieder Motor des vom Niederrhein aus gestarteten Sonderzuges. Jetzt wurde sie in Weeze verabschiedet.

Mehr als 50 Jahre lang war der Name Marion Müller-Praschma nahezu untrennbar mit der Krankenbruderschaft Rhein-Maas verbunden. Auch in diesem Mai war sie wieder Motor des vom Niederrhein aus gestarteten Sonderzuges, der – unter der Flagge des Malteser-Ordens – mit über 90 schwerstkranken Pilgern, einem ebenso starken Team ehrenamtlicher Helfer und gut 150 gesunden Pilgern nach Lourdes aufgebrochen war.

Nach Jahrzehnten als Ansprechpartnerin für Pilger, Kranke und Team hat sie nun die Aufgaben in jüngere Hände gelegt. Beim Parkfest auf Schloss Wissen wurde Marion Müller-Praschma aus Goch offiziell verabschiedet.

Marion Müller-Praschma von der Krankenbruderschaft Rhein-Maas. Foto: Krankenbruderschaft

Marion Müller-Praschma ist dafür mit ihrer Familie, mit Brüdern, Kindern und Enkeln nach Weeze gekommen. Zu Gast waren auch Baronin und Baron von Elverfeldt, Hubertina Croonenbroek als Stellvertreterin des Landrates, Weezes Bürgermeister Ulrich Franken und Weihbischof Rolf Lohmann, der Müller-Praschmas Engagement in einer Rede würdigte.

Im Jahr 1973 hat sie die Krankenbruderschaft Rhein-Maas mitgegründet, war dort über fast drei Jahrzehnte als Teamchefin für die Wallfahrt verantwortlich – und damit auch für Pflegeteams aus fast 100 Ehrenamtlichen, wie Lohmann betonte. Gleichzeitig war Marion Müller-Praschma immer die Ansprechpartnerin für alle zum Thema Wallfahrt eingehenden Anfragen und deren Organisatorin.

„Keiner hat dich, Marion, in der Anzahl der Jahre getoppt“, sagte Raphaël Freiherr von Loë als Gastgeber auf Schloss Wissen. „Doch alle haben Ihr Ganzes gegeben, wenn es darum ging, „unsere Kranken“ nach Lourdes zu bringen – ihre Herzen dort zu bewegen und sie beseelt eine Woche nach dem Start am Heimatbahnsteig wieder in die Arme der Ihren zurück zu geben.“

Die erste Wallfahrt im Jahr 1966 ging von Kalbeck aus mit dem Zug nach Lourdes – darin saßen ein Kranker und drei mitfahrende Helfer.

In den Jahren danach ist die Wallfahrt weiter und weiter gewachsen, bis schließlich die Pilger mit einem eigenen Sonderzug und Hunderten Teammitgliedern nach Lourdes oder in früheren Jahren auch nach Rom, Santiago de Compostela, ins Heilige Land oder nach Irland gepilgert sind. Mit einem voll ausgestattetem Lazarett-Wagen wird sichergestellt, dass selbst schwerkranke Pilger die ganze Zeit fachmännisch betreut werden, in Lourdes werden sie in einem Hospital versorgt.

Wer gesund ist, packt so gut es geht bei der Betreuung der anderen Pilger mit an. Dadurch entstehe ein besonderes Gefühl der Gemeinschaft, berichten die Teilnehmer immer wieder.

Ohne die Krankenbruderschaft wäre es vielen der Kranken gar nicht möglich, an einer solchen Pilgerfahrt teilzunehmen. daher ist die Arbeit der Organisation so wichtig. Der Erlös des Parkfestes ist zur Unterstützung der Fahrt nach Lourdes bestimmt.