Uedem/Sonsbeck: A57-Massenunfall: Mordkommission sucht Zeugen

Uedem/Sonsbeck : A57-Massenunfall: Mordkommission sucht Zeugen

Nach dem schweren Unfall mit sechs Verletzten im November auf der A57 bei Kervenheim ist eine Mordkommission eingesetzt worden. Sie sucht den Autofahrer, der seinen Wagen nach einem Unfall ungesichert auf der Autobahn zurückließ und so eine Massenkarambolage auslöste.

Jetzt hat die zuständige Polizei Duisburg noch einmal einen Zeugenaufruf gestartet. Ein Unbekannter war am 28. November gegen 23.30 Uhr mit seinem Wagen auf der A57 kurz vor der Abfahrt Uedem / Kervenheim gegen die Mittelleitplanke geprallt. Ohne das Auto abzusichern, verließ er die Unfallstelle. Zeugen wollen einen Mann gesehen haben. Wenig später fuhren sieben weitere Autos und ein Lastwagen in die Unfallstelle. Sechs Menschen wurden verletzt. Einer von ihnen musste mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik geflogen werden.

Die Insassen des Wagens, der den Unfall verursacht hatte, waren verschwunden. Später nahm die Polizei den 23-jährigen Halter des Autos fest. Er hat noch nicht einmal einen Führerschein und kam in Untersuchungshaft. Die Beweise seien aber nicht ausreichend gewesen, um ihn weiter in Haft zu halten, so Polizeisprecherin Daniela Krasch. Der Mann wurde auf freien Fuß gesetzt.

Durch den erneuten Zeugenaufruf erhofft sich die Mordkommission entscheidende Hinweise. Man wolle potenzielle Zeugen darauf hinweisen, dass der Fall noch nicht geklärt ist. "Mancher hatte ihn ja schon gedanklich abgehakt, als er hörte, dass ein Mann festgenommen war. Jetzt soll deutlich werden, dass wir doch noch jeden Hinweis brauchen", sagte Krasch. Offen ist auch, wie viele Personen in dem Wagen gesessen haben.

Wer gesehen hat, wer in jener Nacht mit dem Fahrzeug unterwegs war, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer bei der Polizei 0203 2800 zu melden.

(zel)
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