Goch: 40.000 Euro für Gocher Gymnasium

Goch: 40.000 Euro für Gocher Gymnasium

Ein neues Smartboard für den Physik-Fachbereich: Ohne den Förderverein hätte das Gymnasium diese Neuanschaffung nicht machen können. Allein in den letzten fünf Jahren gab's mehrere Zehntausend Euro von den Förderern.

Gäbe es den Förderverein des GoGy, des Städtischen Gymnasiums Goch nicht — wahrscheinlich gäbe es dann auch nicht die Cafeteria. Die ist seit vielen Jahren bevorzugt in den großen Pausen und auch um die Mittagszeit Treffpunkt. Quark, Obstsalat, im Winter auch Honigkuchen, immer wieder mal frische Waffeln, nach Wunsch belegte Brötchen mit gesunder Salatgarnitur: Das alles gibt's zu günstigen Preisen. Und das alles ist keine gewerbliche Sache. Das funktioniert im Ehrenamt. Und mit Begeisterung.

"Etwa 80 Frauen sorgen dafür, dass die Cafeteria geöffnet ist und dass es immer frische Sachen zu essen gibt", sagt Georg Kuypers, Vorsitzender des Kreises der Förderer des Gymnasiums Goch. Kuypers selbst ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Verbundenheit mit dem GoGy bestehen bleibt.

Seine beide Kinder gehen längst nicht mehr dort zur Schule — aber er engagiert sich weiterhin. Um, nur mal als Beispiel, Geld bei Sponsoren und Spendern zu sammeln und auf diese Weise zu ermöglichen, was sonst nicht möglich wäre. Beispiel: "Am Tag der offenen Tür präsentierten Gymnasium Goch und der Kreis der Förderer des Gymnasiums offiziell das mit Mitteln des Fördervereins angeschaffte Smartboard, welches seit Mitte letzten Jahres im Einsatz ist", so Kuypers.

Zwei dieser Smartboards schaffte der Schulträger, die Stadt also, an. Ein drittes wär nicht drin gewesen — hätte nicht der Förderverein des Gymnasiums dafür gesorgt. Kuypers: "Die Finanzierung des Smartboards erfolgte zu 100 Prozent durch den Förderverein und stellt mit etwa 3500 Euro die größte Anschaffung dar, die seitens des Fördervereins jemals der Schule geschenkt wurde."

  • Wülfrath : Förderverein Gymnasium hilft bei Kunstprojekt

Mit diesem Smartboard können wir im Fachbereich Physik den Unterricht nun deutlich abwechslungsreicher und auch anschaulicher gestalten. Das Netz hält immer mehr Grafiken und Animationen bereit, die nicht nur, wie schon mit Hilfe eines Beamers, gezeigt werden können", sagt Dr. Helge Butler, Fachlehrer für Chemie, Physik und Mathematik. Mit der neuen Technik kann man nun auch noch zusätzliche Beschriftungen einfügen. "Bis wir alle Möglichkeiten, die diese neue Technik bietet, nutzen können, wird sicherlich noch etwas Zeit vergehen, so vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten dieser Technik."

Georg Kuypers: "Seit mittlerweile mehr als 30 Jahren unterstützt der Förderkreis die Schule jährlich mit rund 7500 Euro — beispielsweise im Fach Kunst, aber auch bei Theater- und Film-Arbeitsgemeinschaften, bei Schulwettbewerben, Fahrten und Austausch-Projekten." Und eben bei Neuanschaffungen wie dem Smartboard. "In den vergangenen fünf Jahren wurden fast 40 000 Euro zur Unterstützung von Schulaktivitäten und der Verbesserung der Infrastruktur ausgegeben", sagt der Vorsitzende.

Und er ist, seit der Umstrukturierung, Teil eines schlagkräftigen kleinen Vorstands: "Vize" ist André Hoiboom, Kassierer Hans-Theu Vermeulen, für die Öffentlichkeitsarbeit (Kuypers: "Die wird immer wichtiger") ist Bernd Jansen zuständig. Mit im Vorstand: Bettina Kracht, die Schulpflegschaftsvorsitzende, Carolin van Kempen vom Lehrerkollegium, Hannah Verfürth von der Schülervertretung und Wilma Böving vom Cafeteria-Team.

Das Ziel der neuen Struktur ist klar: "Die Schulgemeinschaft soll sich im Vorstand des Fördervereins wiederfinden", so Kuypers. Der Verein hat gut 400 Mitglieder. Viel, aber für eine so große Schule wie das Gocher Gymnasium nicht sehr viel. Es können also durchaus noch mehr werden. Und: "Viele der Mitglieder gehören wie ich nicht mehr zur Schulgemeinde. Darum ist es unser Ziel, den Mitgliederbestand so auszubauen, dass die Förderprojekte nicht gefährdet sind", so Kuypers.

(RP/rl)