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Zum Predigerinnentag predigte kfd Frau in Geldern

Frauen und Kirche : Frauen verkünden das Wort Gottes

Trotz Anzeige aus dem Vatikan Aktionen beim bundesweiten Predigerinnentag. In St. Maria Magdalena Geldern predigte Ulrike Göken-Huismann.

Zwölf Frauen. Zwölf Orte. Zwölf Predigten. Zum dritten bundesweiten Predigerinnentag predigte Ulrike Göken-Huismann aus Goch in der Pfarrkirche St. Maria Magdalena in Geldern.

Ob in Vechta oder Kolbermoor bei München, ob in Mönchengladbach oder Halle – in ganz Deutschland verteilt machen Frauen das, was sie laut Kirchenrecht nicht tun dürfen: Sie halten eine Predigt in der heiligen Messe. Offiziell dürfen nur männliche Priester und Diakone in einer Messe mit Eucharistiefeier predigen. Daher fordern die Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) Gleichberechtigung in der katholischen Kirche.

Im vergangenen Jahr wurden nach dem zweiten bundesweiten Predigerinnentag gleich drei Frauen, die im Rahmen der Eucharistiefeier gepredigt hatten, vom Vatikan in Rom angezeigt. Die Frauen wurden darauf hingewiesen, dass es ihnen laut Kirchenrecht nicht erlaubt sei, eine Predigt in der heiligen Messe zu halten.

„Dass wir Frauen uns nicht aufhalten lassen und weiter predigen, ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gleichberechtigung“, betonte Ulrike Göken-Huismann. Sie ist zuversichtlich, dass der synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland sich mutig dafür einsetzt, dass es Frauen erlaubt ist, zu predigen.

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„Die Apostelin Junia hat in der Urkirche die Botschaft von Jesu Tod und Auferstehung in Wort und Tat verkündigt, und so muss es heute wieder selbstverständlich werden, dass Frauen das Wort Gottes in der Predigt auslegen dürfen“, predigte sie zu Ehren Junias. Erst 2016 wurde die Apostelin Junia in die neue Einheitsübersetzung der Bibel aufgenommen. Aufgrund eines Übersetzungsfehlers ging man lange davon aus, es handele sich um den Mann „Junias“. Die kfd macht mit dem Predigerinnentag erneut auf die Geschichte von Junia aufmerksam. Laut Ulrike Göken-Huismann solle man nicht austreten, sondern auftreten. Nicht resignieren, sondern von der Hoffnung sprechen, die die Menschen immer noch bewegt. Sie betonte, dass auch in der aktuellen Kriegssituation der Friede Christi gegenwärtig sein kann. Das Wirken der Apostelin Junia soll Inspiration sein, um für die Botschaft Jesu einer gerechten, friedvollen Welt und Kirche einzutreten.