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Issum: Zentren in Issum und Sevelen verschönern

Issum : Zentren in Issum und Sevelen verschönern

Der Gemeinderat befasst sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Fassadenprogramm. Für dieses Jahr sind Investitionen von 160.000 Euro beantragt. 60 Prozent fördert das Land.

Die Ortskerne von Issum und Sevelen attraktiver und lebendiger machen - das ist ein wesentliches Ziel des vom Rat beschlossenen "Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzepts Issum 2020". Mehrere Maßnahmen sollen dafür umgesetzt werden: die Stärkung der zentralen Angebote wie Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie, Kultur und Verwaltung; die Aktivierung der Potenziale, insbesondere Grundstücke, Leerstände und bauliche Unternutzung; die Belebung der Ortskern, unter anderem durch Aktionen und Veranstaltungen.

Mit einem weiteren Punkt auf dieser Liste befasst sich Issums Rat auf seiner nächsten Sitzung. Es geht um die bauliche und gestalterische Aufwertung der Ortskerne von Issum und Sevelen. Genauer: um das Fassadenprogramm. "Ein anspruchsvolles Ortsbild dient der Identifikation der in der Gemeinde lebenden Menschen und ist auch eine Motivation für touristisches Interesse, Wettbewerb und Wirtschaftsförderung", schreibt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Die Gemeinde will die Bewohner, Gewerbetreibenden und Eigentümer an der Verschönerung beteiligen. Gepflegte Fassaden, eine auf den Bestand und die Nachbarschaft abgestimmte Gestaltung und Farbigkeit sowie individuell angelegte und kultivierte Grün- und Freiflächen könnten bereits im unmittelbaren Umfeld das Lebensgefühl und die Außenwahrnehmung positive beeinflussen, lautet ein Fingerzeig aus dem Rathaus.

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Das Fassadenprogramm ist für die Gemeinde nach wie vor "prioritäres Ziel". Es wird zum Städtebauinvestitionsprogramm 2018, in Abstimmung mit der Bezirksregierung Düsseldorf, mit zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von vorerst 160.000 Euro beantragt. Bei einem Fördersatz von 60 Prozent kommen 96.000 Euro aus Düsseldorf, Issum trägt 64.000 Euro. Darin nicht enthalten sind die privaten Mittel von mindestens weiteren 50 Prozent des Gesamtvolumens von 160.000 Euro, die von den Antragstellern aufgebracht werden müssen.

Die Gemeinde will Grundstückseigentümer ansprechen und zur Teilnahme motivieren. Dafür will sie auch Leistungen von Externen in Anspruch nehmen. Parallel zur Umsetzung des Fassadenprogramms werde eine intensive Beratung angeboten. Sollte das Programm Erfolg haben, will die Gemeinde auch in den folgenden Jahren weitere Mittel beantragen.

Der Gemeinderat, dessen Sitzung am Dienstag, 8. Mai, um 18 Uhr im Haus Issum beginnt, soll die Richtlinien über die Vergabe von Zuwendungen zur Gestaltung privater Fassaden und von Frei- und Gartenflächen in den Ortskernen Issum und Sevelen beschließen.

Zudem ist ein Entscheidungsgremium zur Mittelfreigabe aus dem Fassadenprogramm zu bilden. Es besteht aus den Vertretern der Fraktionen, aus einem Vertreter der Verwaltung sowie, als beratendes Mitglied, aus einem Vertreter des Stadtentwicklungs-Büros ASS, das das Integrierte Handlungskonzept begleitet.

(RP)