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Geldern: Wilde Müllhalden behindern auch Ehrenamtler

Geldern : Wilde Müllhalden behindern auch Ehrenamtler

Unter wilden Müllkippen leiden nicht nur Anwohner und ansässige Geschäfte. Nach dem RP-Bericht über einen Hinterhof im Gelderner Barbaraviertel, in dem beinahe jede Nacht Säcke mit Müll vor den Containern abgeladen werden, hat sich Bodo Polixa von der Gelderner Kolpingsfamilie zu Wort gemeldet.

"Diese Schmutzfinken sind überall in Geldern am Werke", so Polixa. "Die machen uns auch mürbe bei unserer sozialen ehrenamtlichen Arbeit. Laufend bekommen wir Hinweise, dass die Altkleidercontainer der Kolpingsfamilie mal wieder vermüllt sind. Da müssen dann die ehrenamtlichen Kräfte ran und den Müll entsorgen."

Das kostet die Ehrenamtler Mühe und auch Geld, weil nicht immer alles am Wertstoffhof abgegeben werden kann. "Dabei gibt es leider von keiner Seite Unterstützung", so Polixa. Im Gegenteil: Bei der Kolpingsfamilie laufen die Anrufe des Ordnungsamts auf, dass der Müll alsbald entsorgt werden muss.

Bodo Polixa ärgert sich über die Schwierigkeiten. "Da will man sich ein Polster schaffen, um mit den Erlösen wiederum armen Menschen zu helfen, und bekommt dabei immer wieder Knüppel zwischen den Beinen geworfen. Erst gerade jetzt haben wir einen Brunnenbauer in Ghana mit dem Bau eines Brunnens beauftragt und bezahlen die Arbeiten aus den Erlösen der Altkleidersammlungen", führt er aus. "Wir wären alle glücklicher und freudiger bei der Arbeit, wenn wir nicht immer wieder von diesen unbekannten Schmutzfinken attackiert würden. Manch einer von uns wollte schon die Arbeiten hin werfen und nicht weiter Müllmann spielen."

(szf)