1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern

Wie es auf der Baustelle für Gelderns Gesamtschule klappt.

Schulbau in Geldern : Erweiterung der Gesamtschule Geldern nach Plan

Das mittlere Bauteil soll pünktlich zum neuen Schuljahr eröffnet werden. Mitglieder des Schulausschusses ließen sich über die Baustelle führen.

Auf der Baustelle für die Gesamtschule an der Königsberger Straße geht es schnell voran. Das teilt die Stadtverwaltung Geldern mit. Bekanntlich entstehen im Zuge der Gelderner Schulmodernisierungs-Offensive an der Gesamtschule zurzeit zwei neue Erweiterungsgebäude. Die Gebäudehüllen stehen schon. Durch die Bauweise mit Fertigbauteilen ließ sich schon nach wenigen Tagen, als die ersten Wände standen, erkennen, wie die beiden neuen Gesamtschulgebäude am Ende aussehen sollen. „Die Gründung und Arbeiten für die Bodenplatte waren zuvor zeitig und planmäßig abgeschlossen worden“, sagt Felix van Huet, der das Projekt für die Gelderner Baugesellschaft (GBG) verantwortlich koordiniert.

Im nächsten Schritt wurde vor Weihnachten damit begonnen, die Fenster einzubauen – bei knapp 600 Quadratmetern Fensterfläche kein kleiner Baustein. Parallel dazu folgten im Dezember auch schon die Ausbaugewerke, sprich Elektro-, Sanitär- und Trockenbauarbeiten.

Vom Baufortschritt der beiden gerade entstehenden Schulgebäude überzeugte sich vor Kurzem auch der Gelderner Schulausschuss bei einem Rundgang über die Baustelle. Die Politiker bekamen unter anderem ein Muster der Grünfassade zu sehen. Die etwa 250 Quadratmeter große Grünfassade entsteht auf der Nordseite der Neubauten (in Richtung Königsberger Straße). „Das wird quasi die ökologische Antwort auf die versiegelten Flächen“, erklärte Felix van Huet.

Verbunden werden Alt- und Neubauten mit einer Brücke, die an das vorhandene Treppenhaus anschließt. Im Treppenhaus der Neubauten wird ein großes Glasdach für viel Helligkeit sorgen.

Alle Klassen einer Jahrgangsstufe sollen im gleichen Trakt untergebracht werden. Die Flure wurden extra breit gebaut. „Das ermöglicht uns, auch außerhalb der Klassenräume Lerninhalte vermitteln zu können“, erklärte Gesamtschulleiterin Tanja Rathmer-Naundorf bei dem Rundgang. Auf jeder Etage wird es auch eigene Räume für Sonderpädagogen und Sozialarbeiter geben. Hinter jedem Klassenraum gibt es zudem einen Differenzierungsraum.

Parallel zu den aktuellen Arbeiten haben vor einiger Zeit die Planungen für den Innenausbau beziehungsweise die genaue Inneneinrichtung begonnen, berichtete van Huet: „Das erfolgt, wie schon im gesamten Prozess, in enger Abstimmung mit der Gesamtschule.“ Da nun vor allem im Innern der Gebäude gearbeitet werde, sollte man sich auch nicht wundern, „wenn man von außen jetzt erst einmal keine größeren Veränderungen sehen wird“, gab der Mitarbeiter der Gelderner Baugesellschaft den Schulausschuss-Mitgliedern mit auf den Weg. „Wenn alles klappt, soll das mittlere Bauteil pünktlich zum Schuljahr 2021/22 eröffnet, sprich an die Gesamtschule übergeben werden“, sagt van Huet, der betont: „Aktuell liegen wir voll im Plan.“

Die Arbeiten an den Teil-Neubauten werden so gut es geht parallel ausgeführt. Das heißt, das zweite Gebäude soll ebenfalls wenige Wochen nach der Fertigstellung des ersten Erweiterungsbaus übergeben werden.

Viele Gewerke wurden und werden von lokalen Unternehmern ausgeführt. Ein Punkt, den die Gelderner Baugesellschaft bei all ihren Projekten versucht zu berücksichtigen. „Natürlich muss das im Rahmen der Ausschreibung auch immer wirtschaftlich passen, aber bislang hat das gut geklappt,“ erklärt van Huet. Tätig werden an der Gesamtschule zum Beispiel die Firmen Craenmehr (Sanitär), Neyenhuys (Elektro) und Germes (Lüftungsanlagen). So wird laut Stadt die lokale Wirtschaft gefördert.