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Wie die Heilig-Geist-Kirche in Geldern angestrahlt wird.

Zusammenarbeit von Stadt und Gemeinde : Gelderner Heilig-Geist-Kirchturm in neuem Glanz

Der Kirchturm erstrahlt dank vier neuer Strahler nun in einem attraktiven Licht. Der Einbau wurde über das „Hof- und Fassadenprogramm“ gefördert.

Die Gelderner Heilig-Geist-Kirche erstrahlt in neuem Glanz: Vier zusätzliche Strahler tauchen den markanten Turm des Gotteshauses nun in ein attraktives Licht und setzen den preußischen Barockbau aus dem Jahre 1740 in Szene. Die Stadt Geldern freut sich über die gelungene Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde, deren weithin sichtbares Ergebnis ab sofort zur schöneren Gestaltung der Innenstadt beitrage, schreibt die Verwaltung.

„Wir haben die Maßnahme gemeinsam mit der Firma Schäfer aus Geldern realisieren können. Vier Strahler schalten sich in der Dämmerung ein und beleuchten den Kirchturm bis Mitternacht. Ein schöner Effekt, der lediglich einen Energieverbrauch von rund 70 Euro im Jahr verursacht“, sagt Hans-Willi Ophey vom Tiefbauamt. Die Maßnahme der evangelischen Kirchengemeinde konnte über das sogenannte „Hof- und Fassadenprogramm“ gefördert werden, wie Anja Sommer von der Stadt Geldern erläutert. „Das Programm ist ein Baustein des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes für die Innenstadt. Wir fördern mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes Maßnahmen von Grundstückseigentümern, die eine Verbesserung der Gestaltung der Fassaden und Hofflächen in der Innenstadt zum Ziel haben“, sagt Sommer. Das Projekt an der Heilig-Geist-Kirche hätte so mit knapp 3900 Euro unterstützt werden können, was einem Anteil von 50 Prozent entspreche. Seit einigen Jahren werden schon Projekte auf der Issumer Straße, am Markt, am Westwall oder auf der Kapuzinerstraße gefördert. „Ich möchte bei Hauseigentümern, die ebenfalls Vorhaben in der Innenstadt realisieren wollen, dafür werben, solche Mittel zu nutzen“, sagt Sommer. Das Programm laufe Ende des Jahres aus, soll aber eventuell verlängert werden. Der Fördersatz liege in der Spitze bei 50 Prozent, sagt Stadtsprecher Herbert van Stephoudt. Wie hoch die Förderung genau ausfällt, „hängt von den Einzelmaßnahmen ab“, sagt er. Eigentümer, die Interesse hätten, sollten sich mit Anja Sommer in Verbindung setzen und ihr Projekt erläutern (siehe Info-Kasten).

  • Ein Beispiel für Kretschmanns Projektionsbilder.⇥FOTO: Kretschmann
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Das Spektrum bereits geförderter Arbeiten reiche von Fassadensanierungen, Erneuerungen von Fenstern bis hin zu großen Baumaßnahmen mit Fassaden-, Dach- und Hofsanierungen. Die Beleuchtung der Heilig-Geist-Kirche mit ihrem prägenden Glockenturm auf dem Pyramidendach rage nicht nur sinnbildlich aus den bisher geförderten Projekten heraus. Gelderns Erster Beigeordneter Tim van Hees-Clanzett: „Bei der Kirche handelt es sich um ein zentrales stadtbildprägendes und historisch sehr bedeutsames Gebäude, das meiner Meinung nach zur Identitätsstiftung beiträgt. Hier sind die Fördermittel ganz sicher gut angelegt.“

(ate)