Straelen: Wie die Drohne beim Golfplatzbau hilft

Straelen: Wie die Drohne beim Golfplatzbau hilft

Das Thema Digitalisierung spielt bei den Kursen des Bildungszentrums Deula Rheinland eine wichtige Rolle.

Wenn Georg Lorenzen auf das Thema Einsatz von Drohnen in den "grünen Berufen" kommt, dann sind seine Schüler sehr kreativ: Als Greenkeeper auf dem Golfplatz würden sie gerne die Drohne zu Loch 18 vorausschicken, um zu prüfen, ob dort Golfspieler aktiv sind. So könnten sie sich einen Weg sparen und die Beregnung mit dem Wissen anstellen, dass niemanden nass wird. In der Pflanzenproduktion würde man gerne eine Drohne über den Bestand fliegen lassen, um über die gewonnenen Bilder die Wachstumsbedingungen, und den damit verbundenen Nährstoffbedarf, genau verfolgen und kontrollieren zu können.

Neben der Drohnentechnik wird auch im Bereich der Baumaschinen stark auf moderne Technik gesetzt. "Eine Baumaschine mit dreidimensionaler Steuerung über GPS-Daten, kann auf Baustellen viel effektiver arbeiten. Das ist nicht nur für den Garten- und Landschaftsbau interessant", berichtet Lorenzen und denkt hier in Richtung Golfanlagenbau. "Golfanlagen sind in ihrer Art der Bauweise sehr komplex. Die Daten von digitalen Luftbildern können nicht nur zur Pflege genutzt werden, sie erleichtern Neubauten und optimieren den Einsatz von Baumaschinen, wenn eine Spielbahn umgebaut werden soll." Georg Lorenzen ist Lehrer an der Deula in Kempen und gibt Kurse im Bereich Digitalisierung. Seine Schüler kommen aus dem Gartenbau, der Landwirtschaft und dem Greenkeeping und sind kreativ, wenn es darum geht, diese neuen Techniken in ihren Produktionsprozess einzusetzen. Lorenzen macht es Spaß, den jungen Menschen die Anwendungen im digitalen Bereich beizubringen. "Die Schüler sind neugierig und wissbegierig", sagt er. "Genauso bin ich es aber auch, wenn es darum geht, von meinen Schülern zu hören, wo sie Einsatzbereiche für neue Techniken sehen", fügt er hinzu. "Wir wollen Schnittstelle zwischen Praxis und Forschung sein", sagt Karl Thoer, Leiter des Bildungszentrums Deula Rheinland. "Deshalb arbeiten wir zusammen mit Agrobusiness Niederrhein. Über den Verein vernetzen wir uns mit der Wissenschaft und können so Problemstellungen aus der Praxis an die Wissenschaft weitergeben."

So hat Lorenzen auf einer Veranstaltung Wissenschaftler von Hochschulen kennengelernt und wird mit ihnen und Agrobusiness Niederrhein konkret zusammenarbeiten. "Die Digitalisierung ist ein Thema im Agrobusiness", sagt Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein. "Aus neuen Techniken ergeben sich so viele Chancen, die wir nutzen sollten. Und dabei brauchen wir Leute wie Lorenzen, die sich auch über ihre eigentliche Arbeit hinaus für Forschung und Entwicklung einsetzen und dafür die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Unternehmen suchen."

(RP)