Geldern: Wie das Clemens-Hospital Frühchen umsorgt

Geldern: Wie das Clemens-Hospital Frühchen umsorgt

Der Weltfrühgeborenentag heute macht auf die Belange von Frühchen und ihren Familien aufmerksam. Auf Frühchen wie Niklas. Seit seiner Geburt vor 14 Tagen wird der kleine Kerl engmaschig überwacht.

"Niklas kam gut sechs Wochen zu früh zur Welt. Anfangs mussten wir seine Atmung unterstützen. Doch inzwischen hat er sich toll entwickelt", sagt Dr. Mirjam Ungerechts, Oberärztin im St.-Clemens-Hospital Geldern. Rund um die Uhr kümmern sich speziell geschulte Ärzte und Pflegende auf der Neugeborenen-Intensivstation um das Frühchen. Und das besonders liebevoll, wie Mama Kathrin versichert. Die Kevelaererin hat sich bewusst für eine Entbindung im Clemens-Hospital entschieden. "Die Schwangerschaft mit Niklas verlief leider nicht so problemlos, wie ich es mir gewünscht habe. Seit August musste ich liegen. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche in einem Perinatalzentrum in Krefeld, in dem selbst kleinste Frühgeborene versorgt werden können. Dann habe ich mich nach Geldern ins Clemens-Hospital verlegen lassen. Hier ist es viel familiärer. Wir fühlen uns sehr gut betreut."

Neben der professionellen medizinischen Versorgung ist es die Fürsorge von Ärzten und Pflegenden, die der jungen Mutter besonders gut tun. Für alle Fragen und Sorgen findet sie stets ein offenes Ohr. Diese Unterstützung geht sogar über den Krankenhausaufenthalt hinaus. Denn der Kontakt zur Nachsorge zu Hause, zur Frühförderstelle oder zum Frühchentreff wird bei Bedarf bereits im Krankenhaus vermittelt.

Zehn Plätze für kranke Säuglinge oder Frühgeborene ab der 32. Schwangerschaftswoche mit einem Geburtsgewicht ab 1500 Gramm gibt es auf der neonatologischen Station in Geldern. Im vergangenen Jahr wurden hier insgesamt 226 Kinder medizinisch versorgt.

Doch nicht nur im Notfall sind die Kinderärzte zur Stelle. "Dass bei uns Geburtshilfe und Kinderklinik unter einem Dach angesiedelt sind, ist für viele Eltern ein entscheidender Punkt", weiß Dr. Ungerechts. "Sie wissen ihre Kinder einfach gut betreut. Hinzu kommen medizinische Leistungen wie Vorsorge, Hörtest, eine erweiterte Stoffwechseluntersuchung und der Ultraschall von Kopf, Nieren und Hüfte, die wir im Rahmen des stationären Aufenthalts anbieten."

(RP)