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Wie Bürger sich das Zentrum der Blumenstadt Straelen wünschen.

Stadtplanung : Träume von Straelens Marktplatz

In einer Online-Befragung konnten Bürger während des Sommers ihre Vorstellungen für die Umgestaltung der „guten Stube“ der Blumenstadt einbringen. Manche Vorschläge wurden zeichnerisch umgesetzt.

Viele Straelener Bürger haben im August am Moderationsprozess zur behutsamen Aufwertung des Marktplatzes teilgenommen. Per Online-Befragung oder im direkten Gespräch brachten sie ihre eigenen Ideen und Anforderungen rund um eine behutsame Aufwertung und Weiterentwicklung der „guten Stube“ der Blumenstadt zum Ausdruck und tauschten sich mit der Stadtverwaltung und dem beauftragten Planungsbüro aus.

Ein Bestandteil der Online-Befragung war die Frage nach der subjektiven Sicht der Bürger auf „ihren“ Marktplatz. Sie wurden gebeten zu beschreiben, was der Marktplatz ihnen ganz persönlich bedeutet und was er für sie ausmacht. Eine Auswahl aus diesen Beschreibungen sollte dann von einem Künstler zeichnerisch dargestellt werden. Aus diesem Grund war es wichtig, so anschaulich wie möglich zu beschreiben.

Ein Knotenpunkt für Radtouren – Treffpunkt, Räder, Gastro. Foto: Michael Mantel

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, so die Ansicht der Stadtverwaltung, dass dies den Teilnehmern mehr als gelungen ist. Zehn der schönsten Beschreibungen wurden jetzt von dem Künstler Michael Mantel zeichnerisch umgesetzt.

Entstanden sind zehn Bilder, die die bunte Vielfalt des Markplatzes wiedergeben. Die Palette reicht von der Beschreibung als „Garten der Stadt“, als „Knotenpunkt“ oder einfach als „das Herz von Straelen“. Der Marktplatz wird verglichen mit „einer Perle in einer Muschel“, einem „Rohdiamanten“ oder bedeutet ein „Treffen im grünen Wohnzimmer“.

Wie eine Perle in einer großen Muschel. Von außen ist der Marktplatz nicht sichtbar. Foto: Stadt Straelen/Michael Mantel

So mancher beschreibt das fast südländische Flair, das auch für viele Gäste das Zentrum der Blumenstadt attraktiv macht. „Ein Ort, an dem ich mit Freunden zusammenkommen kann, wo wir Spaß haben bei leckerem Essen und guten Getränken. Bis spät in die Nacht kann man hier sitzen, und es wird nie langweilig. Straelens Marktplatz strahlt so wie die grüne Couch Gemütlichkeit aus, und man kommt immer gerne wieder“, heißt es von einem Teilnehmer.

Ein anderer zeichnet dieses Bild: „Schon auf dem Weg dorthin höre ich lachende Menschen. Ihre Räder laden an der Solar-Ladestation, während sie niederrheinische Tapas zu sich nehmen. Kinder laufen barfuß durch einen Wasserlauf, kurbeln und pumpen. Ältere Menschen sitzen in begrünten Nischen und freuen sich an der Lebendigkeit auf dem Markt. An einem Automaten kann ich Honig kaufen, den die Marktplatz-Bienen gesammelt haben, deren Bienenstöcke auf den umliegenden Hausdächern stehen. Der Platz bietet sonnige, aber auch schattige Sitzgelegenheiten. Ich kann mich nicht entscheiden, an welchem der zahlreichen Außentische ich Platz nehmen soll. Eine Seniorengruppe spielt Boule. Eine Schulklasse sieht nach Gemüse und Kräutern, die hier angebaut werden. Irgendwoher weht Musik herüber – vielleicht eine Band, die ein Konzert auf dem kleinen Markt gibt?“

Der „Place to be“ in Straelen. Summerfeeling. Sehen und gesehen werden. Foto: Michael Mantel

Die Bilder werden bis zum 27. November in den Schaufenstern des Kulturring-Büros am Marktplatz ausgestellt. Außerdem sind sie auf einem Display an der Bofrost-Halle von außen zu sehen. Online sind sie jederzeit unter www.straelen.de/bauen-wirtschaft/integriertes-handlungskonzept-straelen-2022/moderationsprozess-marktplatz anzusehen.