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Geldern: Werbering Geldern kämpft um Sonntagsöffnung auch in Veert

Geldern : Werbering Geldern kämpft um Sonntagsöffnung auch in Veert

Verkaufsoffene Sonntage in Geldern ohne die Teilnahme der Baumärkte und des Möbelzentrums in Veert - das mag man sich beim Werbering Geldern nicht mehr vorstellen. Große Hoffnungen hatte man auf die neue Landesregierung gesetzt, die es dem Handel einfacher machen wollte mit den verkaufsoffenen Sonntagen. Doch die Signale aus Düsseldorf sind derzeit ernüchternd, nicht nur wegen des Falls Kreuztal (wir berichteten gestern). Bürgermeister Sven Kaiser wies bei der Jahreshauptversammlung des Werberings auf die Problematik hin, kündigte aber zugleich an, weiter nach einer Lösung zu sorgen. Dabei wolle man die juristisch sicheren Sonntage für Geldern aber nicht gefährden, deshalb einen eigenen Weg für Veert finden. Karla Leurs, eine der drei Vorsitzenden des Werberings, kommentierte das alles mit deutlichen Worten. "Das ist traurig und ernüchternd. Es ist schrecklich für Geldern, wenn wenige Kilometer von uns entfernt die Geschäfte, die Magnete für die ganze Stadt sind, nicht mitmachen dürfen." Klar auch ihr Statement zur Idee von CDU und FDP, demnächst acht verkaufoffene Sonntage zu ermöglichen: "Bitte nicht!"

Immerhin brachte Kaiser auch ein paar gute Nachrichten mit in die Versammlung im Haus Manten. Am Kapuzinerkarree gehe es nach der Kirmes mit dem Abriss los. Das Ziel der Investoren sei, bis Ende 2019 fertig zu sein. Für den Bereich alte Polizeiwache erwarte er noch im Sommer den ersten Spatenstich. Bei Woolworth werde es für den hinteren Bereich ab Oktober die nötigen Umbauarbeiten geben, interessierte Mieter seien vorhanden. Und auch in Sachen altes Finanzamt gab er sich optimistisch: "Es läuft."

Geschäftsführer Gerd Lange hatte zuvor für den Vorstand auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Viel Lob gab es für "Heiß auf Eis", das Drachenfest sei schön, aber aus Sicht des Handels noch kein Erfolg. "Aber das wird sich einspielen", gab sich Lange optimistisch. In diesem Jahr wird der Straßenmalerwettbewerb stolze 40 Jahre alt. Wirtschaftsförderer Tim van Hees berichtete über die Entwicklung für eine neue Weihnachtsbeleuchtung. Er zeigte sich zuversichtlich, dass man in diesem Jahr die Planung abschließen könne - wenn sich die Geschäftswelt auch an den Kosten beteiligt.

(RP)