Nacht der Bands in Geldern: Weniger Bands, aber gute Stimmung

Nacht der Bands in Geldern : Weniger Bands, aber gute Stimmung

Die bereits vierte Nacht der Bands hatte im Gegensatz zu den Vorjahren ein paar Locations weniger. Besonders in der Innenstadt fiel dies auf, störte aber die meisten, zu später Stunde kommenden Besucher nur wenig.

Besucherin Maike Schmidt brachte es auf den Punkt: "Vergangenes Jahr war hier aber mehr los. Die Bands sind ja durchaus gut, aber so viel Partystimmung wie im Vorjahr ist aber nicht mehr, oder?" Ja, ihr erster Eindruck stimmt, im Gegensatz zu den Vorjahren gab es deutlich weniger Gaststätten und somit spielende Musikgruppen bei dieser "Nacht der Bands".

Im ersten Jahr, 2011, startete man mit zehn Örtlichkeiten, danach wurde auf elf erweitert und nachdem die Nacht 2013 wieder zehn Bands zu bieten hatte, sind es beim vierten Live-Abend nur sieben. Die Erklärungen dafür waren vielseitig, am Ende blieb das gleiche Fazit: Es gab schlicht weniger zu sehen als sonst. Geblieben ist jedoch die ordentlich funktionierende Vernetzung durch die alle vierzig Minuten fahrenden Shuttle-Busse, was in diesem Jahr besonders wichtig war, da es eben in der Innenstadt nicht mehr so viel zu sehen und hören gab. Aber die Bands haben den mit späterer Stunde dann auch zahlreicher werdenden Gästen mit satter Gute-Laune-Musik eingeheizt.

Den Beginn machte das "Plug & Play Duo" bestehend aus Niels und Maike, in der wie immer mit gut gelaunten Besuchern gefüllten "Andy's Marktschänke". Ebenfalls als Zweier-Kombo traten (Miriam) Brackelsberg & (Ralph) Müllenschläder in der treffend betitelten "Kult"-Kneipe auf. "Leichter Jazz, einige Unplugged-Sachen und Titel von den 'Bee Gees‘ bis 'Highway To Hell‘, wir machen einfach, worauf wir Bock haben", erklärte Sängerin Miriam. Eine halbe Stunde später, ab 21 Uhr, gab es wortwörtlich "Real Spirit", richtige Stimmung, im Schwarzen Pferd. Auch hier erwartete die Besucher eine Reise durch sechzig Jahre Musikgeschichte, vorgestellt mit viel Spielfreude und sattem Gitarreneinsatz.

"Die Jungs haben viel Spaß gemacht", fand Mark Schenk aus Alpen. "Aber mein persönlicher Favorit war 'Opa kommt‘. Die drei verrückten Typen haben einige alte Stücke ausgegraben, aber so richtig rockig neu interpretiert!" Die eigenwillige Oldie-Band spielte im "Mühlenturm", während parallel dazu im Schwarzbrenner "FourtunePlus" ebenfalls bekannte Titel auf ihre ganz eigene Art spielte. Die Gäste waren erstaunt: "Bei manchen Titeln meint man echt, dass man die zum ersten Mal hört." Wie immer weit ab vom Schuss, aber mit sehr guter Musik gesegnet war das Restaurant Lindenstube, das zu später Stunde die achtköpfige Band "Tribal Voice" bieten konnten. Von ZZ Top bis Rammstein war alles im Angebot und sorgte für spaßige Stimmung. Der andere "Late Night Act" zum Abschluss um 22.30 Uhr war "Granufunk", die in der Niersbrücke ihrem "funky" Titel alle Ehre machten. Wer so richtig Lust hatte zu tanzen, der war hier gut aufgehoben. "Auch mit ein paar Bands weniger, war das wieder ein toller Abend", fand Besucher Matthias Stennmanns.

(ape)