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Weihnachtliche Benefizgala mit vielen Stars in Geldern

Konzert „Ganz schön weihnachtlich“ für Kinder in Afrika : Weihnachtliche Gala mit vielen Stars

Auf Einladung von Jürgen und Lydia Renfordt singen am dritten Advent unter anderem Chris Andrews, Olaf Henning, Willi Girmes und Karl Timmermann zugunsten von IOP Germany in den Lindenstuben in Geldern.

Ob sich Chris Andrews noch an Geldern erinnert? In den 80er Jahren war der Sänger, der 1965 mit „Yesterday Man“ erstmals an die Spitze der Charts stürmte, im „Joker“ zu Gast. Mittlerweile hat Egbert Groterhorst gründlich umgebaut, aber vielleicht erkennt Andrews ja seine alte Wirkungsstätte wieder, wenn er am dritten Advent dort auf der Bühne steht. Wirt Egbert Groterhorst jedenfalls will noch die alten Filme suchen, die das Gastspiel dokumentieren. Chris Andrews ist jedenfalls der prominenteste Sänger, der mit vielen Kollegen auf Einladung von Jürgen und Lydia Renfordt am Sonntag, 12. Dezember, bei der Benefiz-Gala „Ganz schön weihnachtlich“ singen wird.

Viel Zeit für seine Hits hat der „echte Weltstar“ (so Jürgen Renfordt), der einst im Hamburger Star-Club zur selben Zeit wie die Beatles auftrat und heute übrigens in der Nähe von Dortmund lebt, nicht. Denn neben „Pretty Belinda“ und Co. soll es ja auch weihnachtlich werden. Und weil so viele Künstler dabei sind, bleiben pro Auftritt auch nur gut 15 Minuten Zeit. Olaf Henning („Cowboy und Indianer“) und Bo Shannon wollen schließlich genauso noch auf die Bühne wie die Lokalmatadore Karl Timmermann aus Kevelaer und Piraten-Käpt‘n Willi Girmes (Kevelaer/Goch). Lars Vegas und Randolph Rose komplettieren den Reigen.

 Karl Timmermann bringt seine eigenen Weihnachtslieder mit.
Karl Timmermann bringt seine eigenen Weihnachtslieder mit. Foto: Timmermann
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 Sie alle verzichten für den guten Zweck auf jede Art von Gage, ebenso die Techniker. „Es war unglaublich. Alle Kollegen haben sofort zugesagt, keiner hat auch nur eine Sekunde gezögert. Und da sagt man, man sei sich in der Branche untereinander nicht grün“, sagt Jürgen Renfordt. Lydia Renfordt ergänzt: „Mittlerweile haben noch viele angerufen, die auch gern dabei wären, aber noch mehr Programm ist ja gar nicht möglich.“ Jürgen Renfordt: „Besonders freut mich auch, dass meine Kollegin Martina Emmerich von WDR 4 mit mir durch das Programm führt.“

 Willi Girmes kann auch besinnliche Töne anstimmen.
Willi Girmes kann auch besinnliche Töne anstimmen. Foto: venn/venn/KN

Der Erlös des Nachmittags geht an die Organisation IOP Germany in Kleve. Das „Ilula Orphan Program“ mit deutschem Hauptsitz in Kleve ist ein Unterstützungsprogramm für Waisenkinder in Tansania, denen es zu einer schulischen und beruflichen Ausbildung verhilft – und somit zu einer Zukunft. Sozusagen das lebende Beispiel für den Erfolg des Programms ist Dickson Mgidange Mandega aus Tansania, der dank der Förderung zum Lehrer ausgebildet wurde und momentan im Freiwilligendienst an der Joseph-Beuys-Gesamtschule in Kleve arbeitet. Die Norwegerin Berit Skaare, die Gründerin von IOP, besuchte als Pfadfinderin ein internationales Lager in Tansania. Eine Pfadfinderleiterin nahm sie mit in ihren Geburtsort Ilula. Berit wurde dort aufs Herzlichste empfangen. Die bittere Armut und die doch freundlichen Menschen berührten sie sehr und führten sie später zur Gründung der Stiftung.

Irma Jansen-Schouten, Vorsitzende des deutschen Ablegers: „Neben dem IOP Germany gibt es noch sieben weitere Stiftungen, die auf sieben Länder verteilt sind. Weltweit unterstützen alle den IOP Tansania mit Investitionen für Schulungen und verschiedenen anderen Projekten. Insgesamt haben wir jetzt etwa 900 Studenten, die sich derzeit im Sponsoring-Programm befinden. Es gibt jedoch immer noch viele Kinder, die nicht zur Schule gehen können, weil die Eltern schlichtweg zu arm sind, um das Schulgeld bezahlen zu können. Darin sehen wir unsere Hauptaufgabe: so vielen Kindern wie möglich diese Bildungschance und damit den ersten wichtigen Schritt in eine bessere Zukunft zu ermöglichen.“ Derzeit unterstütze IOP Germany 55 Kinder unterschiedlichen Alters in verschiedenen Schulen. Eines der Kinder fördern Lydia und Jürgen Renfordt übrigens durch eine Patenschaft.

 Das Konzept der Gala stellten Dickson Mgidange Mandega, Jürgen Renfordt, Irma Jansen-Schouten, Egbert Groterhorst und Lydia Renfordt vor.
Das Konzept der Gala stellten Dickson Mgidange Mandega, Jürgen Renfordt, Irma Jansen-Schouten, Egbert Groterhorst und Lydia Renfordt vor. Foto: Dirk Möwius

Und so läuft der Nachmittag in den Lindenstuben ab: Einlass ist ab 15.30 Uhr, Beginn um 16.30 Uhr. Nach dem Programm kann man sich optional am festlichen Buffet bedienen. Und Schluss ist dann noch lange nicht. Lydia Renfordt und die „Dolce Vita Partyband“ spielen dann zur Aftershow-Party auf.