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Geldern: Weg zur Agropole-Region gesucht

Geldern : Weg zur Agropole-Region gesucht

Agrobusiness Niederrhein und Partner in Venlo sprechen über gemeinsame Chancen. Unternehmen haben wegen des Wettbewerbs wenig Zeit.

Die Niederrheiner profitieren von einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der wichtigen Branche der Region, dem Agrobusiness. Davon ist Christian Wagner, Vorsitzender von Agrobusiness Niederrhein und Bürgermeister von Nettetal, überzeugt. "Wir wollen die Agropole-Region schaffen, eine Region, deren Wirtschaftskraft auf der Agrobusiness-Branche basiert", sagt er. Zusammen mit Unternehmern und Institutionen von Limburg und Gelderland suche man nach Chancen für Synergien.

Im Rahmen des deutsch-niederländischen Projekts "Auf dem Weg zum Agropole" hatte Agrobusiness Niederrhein zusammen mit den niederländischen Partnern Greenport Venlo und Greenport Gelderland zu einem Workshop nach Venlo eingeladen. In Gruppen wurden sieben Projektthemen bearbeitet, zum Beispiel "Regionale Produkte", "Wertschätzung von Grün in den Städten" oder "Transparenz in Produktion und in der Wertschöpfungskette". Die Teilnehmer entwickelten Visionen und stellten diese der Realität gegenüber.

In der Gruppe "Positionierung der grenzüberschreitenden Region als Agropole - die Region als Marke" war die Vision klar: Etablierung der grenzüberschreitenden Region als "Innovationsregion" für das Agrobusiness. Dem Zeitgeist voraus sein, Qualität bieten - und so für überregional reißenden Absatz sorgen. Sprachbarrieren soll es dann nicht mehr geben, und man liebt die Vielfalt dies- und jenseits der Grenze.

Unternehmen und Hochschulen seien davon überzeugt, dass die Entwicklung von neuen Produkten durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit gefördert wird, lassen die Organisatoren der Zusammenkunft wissen. Doch: "Der Weg dorthin ist nur in kleinen Schritten zu nehmen und basiert immer wieder auf der Begegnung von Menschen", heißt es. Noch gelte es, viele Schwierigkeiten zu überwinden.

Schwierig sei etwa die Einbindung der Unternehmen. Der starke Wettbewerbsdruck lasse vielen von ihnen wenig Zeit für den Austausch und die Beschäftigung mit Themen aus Entwicklung und Forschung. "Wir wissen um diese Schwierigkeiten der Unternehmen und freuen uns deshalb, wenn sich Unternehmern durch ihre Mitgliedschaft zu den Zielen von Agrobusiness Niederrhein bekennen", sagt Christian Wagner.

(RP)