Verhandlung: Wankumer soll minderjährige Cousine vergewaltigt haben

Verhandlung: Wankumer soll minderjährige Cousine vergewaltigt haben

Wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch eines Kindes sowie versuchten sexuellen Kindesmissbrauchs muss sich seit Freitag ein 53-jähriger Mann aus Wankum vor dem Klever Landgericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, vor gut 20 Jahren seine damals minderjährige Cousine in Wachtendonk vergewaltigt zu haben. Außerdem soll er das Mädchen einige Monate später im Haus ihrer Eltern zu sexuellen Handlungen aufgefordert haben, was dieses jedoch verweigert und mit ihrem Vater gedroht haben soll.

Der Angeklagte ist Anfang der 90er Jahre aus beruflichen Gründen nach Wachtendonk gezogen. Dort soll es auch zu den angeklagten Handlungen gekommen sein, die der 53-Jährige jedoch von sich wies: „Ich habe das nicht gemacht“, erklärte er im Gerichtssaal.

Die mutmaßliche Geschädigte – die mittlerweile 31-jährige Cousine des Angeklagten – bestätigte hingegen die Vorwürfe, die der Polizei erst nach fast 20 Jahren durch eine Bekannte der Zeugin zugetragen worden waren. Weil ihre Mutter eine Party im gemeinsamen Haus feierte, entschloss das etwa achtjährige Mädchen sich abends, bei seinem Adoptivbruder einige Häuser weiter zu schlafen. Dieser lebte dort unter anderem zusammen mit dem 53-jährigen Angeklagten.

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Als der Angeklagte alkoholisiert von derselben Party zurückkehrte, soll er den Schlafraum der Zeugin betreten und sich vor ihr entkleidet haben. Danach soll er das Kind aufgefordert haben, ihn im Intimbereich anzufassen, es dann mit Handschellen ans Bett gefesselt und vergewaltigt haben. Gesagt haben soll er während der Tat nichts – erst nach dem angeklagten Geschehnis soll er ihr gedroht haben: „Er sagte: ‚Wenn du was sagst, dann mache ich das Gleiche mit deiner Schwester‘“, so die Zeugin.

Der Angeklagte sitzt nicht zum ersten Mal im Klever Landgericht: Im Dezember 2017 wurde er von derselben Jugendschutzkammer wegen sexuellen Kindesmissbrauchs und der Herstellung kinderpornografischer Inhalte zu 18 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt (wir berichteten).

Die laufende Strafverhandlung gegen den 53-Jährigen wird am 20. November fortgesetzt.

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