Waldbrand in Straelen: Polizei geht von Brandstiftung aus

Waldbrand in Straelen : Ermittler gehen von Brandstiftung aus

Waldbrand in Straelen: Drohnenaufnahmen zeigen die Schäden

Nach dem großen Waldbrand in Straelen am Wochenende gehen die Ermittler inzwischen von Brandstiftung aus. In den vergangenen fünf Wochen hat es in dem Abschnitt entlang der A40 acht mal gebrannt. Das könne kein Zufall sein, sagt die Polizei.

Der große Waldbrand am Samstag, 4. August 2018, in Straelen ist durch Brandstiftung verursacht worden. Das gab die Polizei am Dienstag bekannt. Ein Polizeisprecher sagte: „Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf und geht von Brandstiftung aus. In den vergangenen fünf Wochen hatte es in diesem Waldstück entlang der A40 insgesamt acht mal gebrannt.“

Eine Polizeisprecherin sagte zur dpa außerdem: „Wenn es auf so einem vergleichsweise kleinen Gebiet so oft brennt, dann ist das kein Zufall, dann ist da Menschenhand im Spiel.“ Es sei aber kein Brandbeschleuniger gefunden worden.

Aus diesem Grund bittet die Kripo Kalkar nun um Zeugenhinweise zu verdächtigen Personen oder Beobachtungen während der letzten Wochen unter Telefon 02824 880.

Mehr als 50.000 Quadratmeter standen Samstag und Sonntag in Flammen. Erst am Sonntagabend war das Feuer unter Kontrolle.

In der Spitze waren zwischen 120 und 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Die Arbeiten wurden dadurch besonders brisant, weil in der Nähe die Ölpipeline Rotterdam-Köln verläuft. Ein Übergreifen der Flammen auf die Rohre, die nur etwas einen Meter Bodendeckung haben, galt es zu verhindern. Ein Löschhubschrauber der niederländischen Armee kam zum Einsatz. Das Wasser wurde aus dem See der Blauen Lagune in Wachtendonk geschöpft, pro Flug 8000 Liter. Der Wald ist in weiten Teilen stark beschädigt worden.