Wachtendonk will Zusatzkraft für die Jugendarbeit.

Wachtendonk : Neue Kraft für die Jugendarbeit in Wachtendonk

Die Gemeindeverwaltung will für die Jugendarbeit eine zusätzliche befristete Stelle schaffen. Thema in der Ratssitzung am Donnerstag.

Räume und Personal für die Jugendarbeit stehen auf der Agenda der Wachtendonker Kommunalpolitik zurzeit ganz oben. Platz für eine Nachfolgeeinrichtung des früheren Jugendheims „Old School“ in Wachtendonk wäre in der Sekundarschule am Schoelkensdyck. Bei einer Ortsbesichtigung wurden der Biologieraum mit Vorbereitungsraum und zwei angrenzenden kleineren Räumen als geeignet angesehen. Rund 120 Quadratmeter stünden dort für die Jugendarbeit zur Verfügung.

Eine Lösung, die der Haupt- und Finanzausschuss auf seiner jüngsten Sitzung begrüßte und die jetzt vom Rat endgültig auf den Weg gebracht werden müsste. Der Antrag auf Nutzungsänderung beim Kreis Kleve ist nötig. Für die eventuell erforderlichen Umbauten stehen 20.000 Euro im Haushalt. Ob die reichen, muss sich noch zeigen. Laut Verwaltung gibt es nach den Förderrichtlinien des Kreises die Möglichkeit, für Umbauten Zuschüsse zu beantragen.

Überlegungen gibt es auch über die Personalausstattung für die Jugendarbeit in der Gemeinde. Laut Haupt- und Finanzausschuss sollen die Öffnungszeiten vom Jugend- und Kindertreff Wankum von fünf Tagen auf vier Tage mit jeweils vier Stunden reduziert werden. Als es „Old School“ noch gab, war laut Verwaltung in Wankum an drei Tagen geöffnet.In Wachtendonk sind ebenfalls vier Öffnungstage mit je vier Stunden angedacht. Ein Parallelbetrieb beider Einrichtungen soll an drei Tagen erfolgen. An einem Tag soll die Einrichtung in Wachtendonk während der Freistunde der Sekundarschule in der Mittagszeit als Anlaufstelle und für den Aufenthalt zur Verfügung stehen. Die Jugendeinrichtung in Wachtendonk soll sich in erster Linie an Zehn- bis 17-Jährige wenden.

Momentan sind für die Jugendeinrichtungen eine Vollzeit- und eine Zehn-Stunden-Kraft im Einsatz. Eine im Stellenplan ausgewiesene Stelle von 12,5 Wochenstunden ist derzeit vakant und soll jetzt bald dauerhaft nachbesetzt werden.

Das dann vorhandene Personal reicht nach Einschätzung der Verwaltung aus, um acht Öffnungstage in beiden Einrichtungen abzudecken. Sollte allerdings jemand wegen Krankheit oder aus anderen Gründen ausfallen, müsste eine Einrichtung geschlossen werden. Möchte man ein Spiel-, Sport- oder Kreativangebot machen, so braucht es in der Regel zwei Betreuungspersonen – eine für das Angebot, die andere für den offenen Betrieb.

Aus Sicht der Verwaltung ist es nicht sinnvoll, eine Jugendeinrichtung an die Sekundarschule anzubinden, wenn man die sich aus der Schulraumnutzung ergebenden Synergie-Effekte mangels Personal nicht nutzen kann. Die Verwaltung will deshalb mit einem befristeten Beschäftigungsverhältnis eine weitere Kraft für maximal 16 Wochenstunden einstellen, damit mindestens an der Hälfte der Öffnungstage eine Doppelbesetzung in den beiden Einrichtungen erreicht werden kann. Eine Erweiterung des Stellenplans ist dadurch nicht vorgesehen.

Letztlich muss der Wachtendonker Gemeinderat darüber in seiner nächsten Sitzung entscheiden. Sie findet am Donnerstag, 5. Juli, um 18 Uhr im Bürgersaal „Altes Kloster“ statt.

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