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Wachtendonk Schwimmbad Sanierung

Plan vorgelegt : Naturschwimmbad muss saniert werden

Der Wachtendonker Schwimmbadverein legt seine Investitionsplanung vor. Vom neuen Zaun bis zum Ersatz für den maroden Drei-Meter-Turm reichen die Maßnahmen. Acht Jahre wird es dauern, bis alles realisiert worden ist.

Von einem „nicht unerheblichen Sanierungsstau“ sprach Georg Camp in der jüngsten Sitzung des von ihm geleiteten Ausschusses für Planung, Liegenschaften und Verkehr. Der Christdemokrat meinte damit das, was am Naturschwimmbad an der Wankumer Straße erledigt werden muss. Maßnahmen, die sich über acht Jahre erstrecken, sieht die vom Schwimmbadverein SV Naturbad Wachtendonk vorgestellte Investitionsplanung vor.

Frank Ohnrich, der SV-Geschäftsführer, stellte die Arbeiten und die dafür eingeholten Angebote von Fachfirmen im Einzelnen vor. Auf ein Vorhaben wird schon von vornherein verzichtet: einen Lärmschutzwall zur L 140 hin. Für eine 120 Meter lange Kokoswand wären 170.000 Euro fällig gewesen. Zu teuer.

Aber auch so bleibt auf dem Gelände des Schwimmbads genug zu tun. So müssen beispielsweise die Zäune an der Nette und zur Seniorenresidenz hin erneuert werden. Die dafür geplanten 1,80 Meter hohen Doppelstabgitter sind mit insgesamt 19.000 Euro veranschlagt. Die sanitäre Einrichtung muss ersetzt werden.

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Laut Ohnrich sind unter anderem die Duschen und das Gäste-WC nicht mehr dicht. 5950 Euro kostet dieser Posten. Bereits punktuell erledigt ist die Beckenrandsanierung. Der Beton zersetze sich, so der Geschäftsführer. Die Betonsanierung ist mit 34.500 Euro kalkuliert. Ein Belüftungsgerät, das auch die unteren Wasserschichten versorgen könnte, kostet 1300 Euro. Auch müsste das Becken tiefergelegt werden, um die Frischwasserzufuhr zu erleichtern. Dieser Posten beläuft sich auf 19.000 Euro.

Neue Fenster im Gebäude kommen auf 10.750 Euro. Noch viele Bleileitungen sind installiert. Die Erneuerung des Trinkwassernetzes kostet knapp 6100 Euro. Veraltet ist auch das Stromnetz, eine neue Ringleitung, die auch die Außenbeleuchtung am Becken möglich macht, kostet 15.000 Euro. Vom Dach sind einige Schindeln gebrochen. Eine neue Dacheindeckung würde mit 18.000 Euro zu Buche schlagen.

Zu mehr Attraktivität des Schwimmbads soll ein Schlammspielplatz für kleine Kinder beitragen. Alles in allem rund 4000 Euro würden dafür fällig. Der Drei-Meter-Turm hat seine besten Zeiten hinter sich. Er soll durch einen Wasserfall aufgepeppt werden. „Das würde auch mehr Sauerstoff ins Wasser bringen“, erklärte Ohnrich. Kosten: 2060 Euro.

Einige dieser Arbeiten will der Schwimmbadverein in Eigenleistung erledigen. So werden die sanitären Anlagen selbst montiert. Und auch beim Wasserfall und beim Schlammplatz investieren die Vereinsmitglieder laut Plan viele Arbeitsstunden, um nur einige weitere Beispiele zu nennen.

Insgesamt sind Ausgaben von rund 136.000 Euro erforderlich, von denen der Verein nur den geringeren Teil zahlen kann.

Nach Angaben des Vorsitzenden Ralf Diefenthal wurden erst im vergangenen Jahr die Beiträge erhöht. An Rücklagen gebe es 5000 Euro. Als Maßnahmen für das erste Jahre stehen der Zaun zur Seniorenresidenz, neue Fenster und Spielgeräte auf der Liste. Ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf von fast 98.000 Euro ist über die gesamten acht Jahre vorgesehen.

Bruno Jöbkes (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnete die Planung des Schwimmvereins als gute Basis für die künftigen Haushaltsberatungen. „Es liegt auf der Hand, dass etwas gemacht werden muss“, meint er. Ohne die Eigenleistung des Vereins stünden wohl 120.000 Euro zur Debatte, wie der Grünen-Politiker anmerkte.