Ausflug des Geschichtsvereins Als es in Wankum noch 17 Dorfkneipen gab

Wankum · Von ehemals 17 Kneipen im Ort ist nur noch eine übrig geblieben. Der Geschichtsverein Wankum machte nun einen Ausflug zu den verschwundenen Gaststätten.

Harald Pasch, Präsident der Schützenbruderschaft bei der Spendenübergabe an den Vorsitzenden des Geschichtskreises Peter Runge. Übrige Personen von links: Johannes Schriefers, das Königstrio mit dem Minister Philipp van Scherrenburg, dem König Thomas Funken, dem Minister Simon Böhm sowie dem 2. Kassenwart Norbert Koenen.

Harald Pasch, Präsident der Schützenbruderschaft bei der Spendenübergabe an den Vorsitzenden des Geschichtskreises Peter Runge. Übrige Personen von links: Johannes Schriefers, das Königstrio mit dem Minister Philipp van Scherrenburg, dem König Thomas Funken, dem Minister Simon Böhm sowie dem 2. Kassenwart Norbert Koenen.

Foto: Geschichtskreis Wankum

Um auf die Bedeutung der Kneipen für die Dorfgemeinschaft und die Folgen des Kneipensterbens hinzuweisen, hatte der Geschichtskreis Wankum nun das Thema aufgegriffen.

Denn die Kneipe war nicht nur ein Wirtschaftsbetrieb. Sie war neben Kirche und Schule eine wichtige Institution. Die Dorfkneipen waren stets Treffpunkt für die Menschen. In ihnen wurde geklönt und es wurden Familien- und Vereinsfeste gefeiert. Somit ist die Dorfkneipe eine bedeutende kulturelle Einrichtung mit sozialer Funktion gewesen.

Die Vereinigte Schützenbruderschaft Wankum fühlte sich ermuntert, diese historische Betrachtung als Angebot für ihre Senioren aufzugreifen. Denn auch die Bruderschaften waren den Kneipen eng verbunden. Ohne die Kneipen war der ehemals übliche Sternmarsch vor Beginn eines Schützenumzuges nicht möglich, zogen doch die geladenen Gastvereine von den einzelnen Lokalen zum zentralen Startpunkt des Schützenumzuges.

Am Ende der Kirmestage organisierten die Offiziere den sogenannten „Offiziersrundgang“. Damit ließen die Organisatoren des Schützenfestes, der Vorstand und die Offiziere, die Kirmestage ausklingen. Der Zug von Kneipe zu Kneipe war auch ein Dank an die Wirte für ihre Unterstützung.

An einem wunderschönen Sommertag begann nun die Planwagenfahrt der Senioren zu den ehemaligen 17 Kneipenstandorten innerhalb Wankums. Hierzu hatten sich mit 42 Personen so viele angemeldet, dass das Organisationsteam die sportlichen Senioren bat, den Planwagen mit dem Fahrrad zu begleiten. Die Fahrt wurde inhaltlich begleitet durch ein Mitglied des Geschichtskreises, das die historischen Hintergründe lieferte. Die Radfahrer konnten den Informationen per Lautsprecher folgen.

Die Teilnehmer fühlten sich in Zeiten versetzt, die sie phasenweise noch erlebt hatten. Einzelne konnten durch Anmerkungen die Schilderungen ergänzen. Nach zweistündiger Fahrt kehrte man an den Ausgangspunkt zurück. Dort hatte inzwischen das Organisationsteam alles für einen gemeinsamen Abschluss vorbereitet. In dem von der Wankumer Schützenbruderschaft neu gestalteten Sitzgelegenheiten im Garten des Pfarrheims lud das schöne Wetter zum Verweilen ein.

Der Präsident der Schützenbruderschaft bedankte sich jetzt beim Geschichtskreis mit einer großzügigen Spende für die Unterstützung der Veranstaltung, die auch ein Zeichen für das soziale Miteinander in der Dorf- und Vereinsgemeinschaft sei.

(RP)
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