Wachtendonk: Alexander Pasch ist ein Bürgermeister-Kandidat ohne Partei

Kommunalwahl in Wachtendonk : Ein Bürgermeister-Kandidat ohne Partei

Die Fraktion und der Vorstand der CDU haben sich einstimmig für Alexander Pasch entschieden. Das letzte Wort hat allerdings eine Mitgliederversammlung Ende November. Hoffnung auf Unterstützung durch andere Parteien.

Im Wachtendonker Rathaus arbeitet er schon. Doch er möchte an die Spitze der Gemeindeverwaltung. Und das mit Hilfe der CDU. Für die soll der parteilose Alexander Pasch bei der Kommunalwahl 2020 in das Rennen um das Bürgermeisteramt gehen und Nachfolger von Hans-Josef Aengenendt werden, der bekanntlich aus persönlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet hat.

Auf einer gemeinsamen Sitzung von Parteivorstand und Fraktion der Christdemokraten einigte man sich auf den 46-Jährigen. „Die Zustimmung lag bei 100 Prozent“, berichtete die stellvertretende Vorsitzende Gabi Stromenger. Pasch habe einen guten Eindruck hinterlassen, er sei sympathisch und kompetent. Sie wies allerdings zugleich darauf hin, dass eine Mitgliederversammlung das letzte Wort in dieser Sache habe. Sie wird wahrscheinlich Ende November stattfinden. „Der Vorstand schlägt dann Alexander Pasch vor“, beschrieb Gabi Stromenger das Prozedere

Es war Fraktionsvorsitzender Joachim Oomen, der Pasch für eine Kandidatur ansprach. „Wer könnte es aus der Verwaltung machen?“, beschreibt Oomen seine ersten Gedankengänge, die er dann gemeinsam mit dem CDU-Vorstand weiter ausbaute. Der gebürtige Straelener Pasch war zunächst überrascht, dann entwickelte sich die Idee, Bürgermeister zu sein, allmählich bei ihm. „Ich packe gerne neue Dinge an“, erklärt der 46-Jährige, der seit April 2012 in der Wachtendonker Gemeindeverwaltung und dort Mitarbeiter der Kämmerei ist.

Ein Mann der Zahlen und Finanzen war Pasch schon vorher. Von 1989 bis 1992 absolvierte er seine Ausbildung bei der Stadt Straelen Danach arbeitete er unter anderem zehn Jahre für Versicherungen und fünf Jahre in der Kommunalberatung. „Da habe ich organisatorisch in der Verwaltung viel erlebt und viele Kommunen kennengelernt“, sagt Alexander Pasch. Eine Zeitlang war er bei der Firma Infoma angestellt, die für das Neue Kommunale Finanzmanagement die Software entwickelte. Danach heuerte er erneut bei der Straelener Stadtverwaltung an, bevor er ins Wachtendonker Rathaus wechselte.

Er habe schon feste Vorstellungen von der Organisationsstruktur der Verwaltung, sagte Pasch, der mit seiner Lebensgefährtin und zwei Kindern in Straelen wohnt. Er wolle in Wachtendonk interessante Projekte voranbringen. Und da gibt es laut Gabi Stromenger ja einige: Die Freie Realschule muss ans Laufen kommen, das Freibad benötigt eine Sanierung, der Integrierte Handlungskonzept beinhaltet ein ganzes Maßnahmenpaket, ebenso das Verkehrskonzept für Wankum. „Es gibt Arbeit satt und genug“, betont die stellvertretende CDU-Chefin.

„Man kann viel verschönern“, findet Pasch, der den historischen Ortskern als etwas sieht, auf dem man aufbauen könne. Die Gemeinde müsse, ähnlich wie Straelen als Blumen- und Gemüsestadt, mit einem Thema versehen werden entlang dem Grundgedanken „Kunst, Kultur, Natur“. Wachtendonk als Kultur- und Weinstadt etwa. „Die historische Altstadt mit den Wohnbedingungen des 21. Jahrhunderts“, nannte Fraktionsvorsitzender Joachim Oomen als mögliche Devise. Er mahnte an, dass die Vorhaben schneller umgesetzt werden müssen. „Die Leute warten auf Bauland und Wohnraum.“

Alexander Pasch ist parteilos, tritt jedoch als Bürgermeisterkandidat der CDU Wachtendonk an. Foto: Klatt

Das Alter des 46-jährigen Bürgermeisterkandidaten Pasch sieht Oomen als Pluspunkt. „So kann er drei bis vier Legislaturperioden als Bürgermeister amtieren.“ Und die Parteilosigkeit ihres Bewerbers, so hofft man bei der CDU, könnte vielleicht andere Parteien in Wachtendonk dazu bringen, Pasch zu unterstützen.

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